Deutschland: Ausländer als "Haushaltshilfe"

16. Juli 2007, 11:51
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Wer zu Hause Pflege braucht, muss sich an offizielle Pflegedienste wenden

Auch in Deutschland hat die Koalition gerade eine Pflegereform beschlossen, die aber hauptsächlich aus einer Beitragserhöhung besteht. Die Pflege(pflicht)versicherung wurde 1995 eingeführt, der Beitrag beträgt 1,7 Prozent vom Bruttolohn, für Kinderlose 1,95 Prozent. 2008 erhöht er sich um 0,25 Prozent, wovon sich Berlin Finanzsicherheit bis 2014 erwartet.

Es gibt drei Pflegestufen: Für ambulante Sachleistungen (Hauskrankenpflege) werden zwischen 384 und 1432 Euro bezahlt, das Pflegegeld (bei privater Pflege) beträgt zwischen 205 und 665 Euro, die Beiträge für stationäre Pflege liegen zwischen 1023 und 1432 Euro. Reichen Pension und Pflegeleistung nicht aus, springt das Sozialamt ein.

Wer zu Hause Pflege braucht, muss sich an offizielle Pflegedienste wenden, "Helfer" aus dem Ausland (Polen, Tschechien) dürfen nur als "Haushaltskräfte" einspringen (bis zu drei Jahre lang in einem Haushalt). Von den rund 82 Millionen Deutschen beziehen 1,9 Millionen Leistungen aus der Pflegekasse. (bau/DER STANDARD, Printausgabe, 5.7.2007)

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