ORF will wie "Stammwirtshaus" sein

25. Juli 2007, 14:25
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Zigarrenklub-Frauen hatten ORF-Generalintendanten Wrabetz zu Gast: "Magere" Frauenquoten am Küniglberg unter Kritik

Wien - An "magere" Frauenquoten am Küniglberg erinnerten die Zigarrenklub-Frauen den ORF-Generalintendanten Alexander Wrabetz am Dienstag. Schließlich seien lediglich 21 Prozent in der höchsten Verdienstgruppe weiblich besetzt. Wrabetz gelobte Besserung, blieb aber genaue Antworten schuldig: Festgeschriebene Statuten zur Frauenförderung, wie sie die Chronik-Leiterin des Aktuellen Diensts, Brigitte Handlos, forderte, werde es "sicher nicht geben".

Auf Wrabetz' zweites Quotenproblem angesprochen - nämlich jenes des Programms -, verwies der Generaldirektor auf die "öffentlich-rechtlichere" Positionierung: Es sei "nicht gelungen", jenen Teil der erwarteten und bewusst in Kauf genommenen Verluste auf ORF 2 durch höhere Marktanteile auf ORF 1 wettzumachen. Im August will er an das Marktanteilsniveau des Vorjahres anschließen. Wie? "Nachrichtenkompetenz stärken, mehr Events und Eigenprodukte", denn schließlich müsse der ORF "wie ein gutes Stammwirtshaus sein, in das die Leute immer wieder zurückfinden". (prie/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 4.7. 2007)

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