Petacchi doch nicht am Start

10. Juli 2007, 15:45
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Dem Italiener droht eine Doping-Sperre von einem Jahr - Ukrainer Griwko nachnominiert - Jaksche von UCI eingeladen

Rom - Der italienische Rad-Profi Alessandro Petacchi wird nicht bei der am Samstag in London beginnenden Tour de France 2007 an den Start gehen. Das hat Petacchis Team Milram am Mittwoch bekannt gegeben. An Stelle des unter Dopingverdacht stehenden Petacchi wurde der Ukrainer Andrej Griwko nominiert. Das italienische Olympische Comite (CONI) hatte unmittelbar davor eine zumindest einjährige Sperre für Petacchi wegen Dopings beantragt.

Sprintstar Petacchi war am 23. Mai beim Giro d'Italia mit einem überhöhten Salbumatol-Wert auffällig geworden. Der Team-Kollege des Deutschen Erik Zabel bei Milram hat Doping aber stets bestritten und den erhöhten Wert auf ein ihm per Ausnahmegenehmigung vom internationalen Radsportverband erlaubtes Asthma-Präparat zurückgeführt. Dieser Argumentation folgte Ettore Torri vom CONI trotz der Unschulds-Beteuerungen Petacchis bei einer zweistündigen Anhörung nicht, vielmehr beantragte er eine Sperre.

Unterdessen hat Pat McQuaid, der Präsident des Radsport-Weltverbandes, den Doping-geständigen Radprofi Jörg Jaksche per Telefax zu einer Unterredung zum UCI-Sitz nach Aigle/Schweiz eingeladen. Das bestätigten am Mittwoch Jaksche und sein Anwalt Michael Lehner.

Noch am Vorabend hatte der Ire Profi Jaksche, der im "Spiegel" Flächen deckendes Doping in verschiedenen Radteams bis ins Jahr 2006 dargelegt hatte, scharf kritisiert. McQuaid zweifelte den Wahrheitsgehalt der Jaksche-Äußerungen unter dem Hinweis auf sein "Spiegel"-Honorar an. Der 30-jährige Profi hatte auch von Hinweisen berichtet, dass der Weltverband einige Teams vor anstehenden Doping-Kontrollen gewarnt hätte. (APA/Reuters/AFP/dpa)

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    Alessandro Petacchi.

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