Junge Moslems gestanden Aufruf zu Selbstmordattentaten

11. Juli 2007, 16:18
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Angeklagte glaubten an "globale Verschwörung" zur Vernichtung des Islam - Urteil für Donnerstag erwartet

London - Drei junge Moslems mit Verbindungen zum Terrornetzwerk Al Kaida haben von Großbritannien aus Glaubensbrüder über das Internet zu Selbstmordanschlägen aufgerufen. Die Männer im Alter von 21, 23 und 24 Jahren legten vor einem Gericht in London Geständnisse ab, berichtete der Sender BBC am Mittwoch. Sie gaben unter anderem zu, konkrete Anleitungen zum Bau von Sprengstoffwesten verbreitet zu haben. Das Urteil soll an diesem Donnerstag verkündet werden.

Die Staatsanwaltschaft hatte den Angeklagten vorgeworfen, über ein Jahr lang in E-Mails und auf Internetseiten zu Bombenanschlägen gegen Nicht-Muslime aufgerufen zu haben. Sie sollen zudem auf Veranlassung der Al Kaida Terrorpropaganda des Netzwerkes ins Englische übersetzt und verbreitet haben.

Die Verteidigung erklärte, die Männer seien überzeugt gewesen, dass es eine "globale Verschwörung" zur Vernichtung des Islam gebe. Dagegen hätten sie kämpfen wollen. Einer der drei Angeklagten wurde in Großbritannien geboren, die beiden anderen wanderten aus Marokko und den Vereinigten Arabischen Emiraten ein. (APA/dpa)

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