Nadal doch noch im Achtelfinale

9. Juli 2007, 14:37
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Der French Open-Sieger bezwingt den Schweden Robin Söderling in einem Match über mehrere Tage in fünf Sätzen - Roddick im Viertelfinale

Wimbledon - Rafael Nadal ist am Mittwoch nach einer 20-minütigen "Verlängerung" und insgesamt fünf Regenunterbrechungen endlich ins Achtelfinale von Wimbledon eingezogen. Der dreifache French-Open-Sieger setzte sich gegen den Schweden Robin Söderling im Drittrunden-Spiel, das schon am Montag begonnen hatte und zuletzt bei 4:4 im fünften Satz unterbrochen wurde, mit 6:4,6:4,6:7,4:6,7:5 durch. Erst den fünften Matchball verwandelte der Spanier zum Sieg. Er trifft nun auf Michail Juschnij (RUS-14).

"Eines der schwierigsten Matches"

"Das war eines der schwierigsten Matches meiner Karriere", meinte Nadal nachher. Kein Wunder, hatte er doch am Montag im Tiebreak des dritten Satzes schon einen Matchball vergeben. Die ständigen Unterbrechungen störten zwar jeden, doch gerade bei ihm sei sein Rhythmus immer wieder gebrochen worden.

Auch Novak Djokovic benötigte ähnlich lange, ehe er sich nach zahlreichen Regenverzögerungen in den Vortagen gegen den Deutschen Nicolas Kiefer mit 7:6(4),6:7(6),6:2,7:6(5) durchsetzte. Der als Nummer 4 gesetzte Serbe bekommt es im Achtelfinale mit Lleyton Hewitt (AUS-16) zu tun.

Andy Roddick im Viertelfinale

Bereits ins Viertelfinale zog am US-amerikanischen "Independence Day" der als Nummer 3 gesetzte US-Amerikaner Andy Roddick ein. "A-Rod" blieb auch gegen den Franzosen Paul-Henri Mathieu wie in den vorangegangenen Partien ohne Satzverlust und gewann 6:2,7:5,7:6. Allerdings musste er im dritten Durchgang einem 2:5-Rückstand nachlaufen und im Tiebreak drei Satzbälle abwehren. Die lange Warterei nervt aber auch schon ihn. "Es ist hart, das ist keine Frage. Langeweile greift um sich, wir alle werden schon ein bisschen verrückt", gestand Roddick.

Einen Rekord stellten mittlerweile die Brasilianer Marcelo Melo/Andre Sa in der zweiten Runde des Doppel-Wettbewerbs auf. Mit 28:26 besiegten sie im fünften Satz Paul Hanley/Kevin Ullyett (AUS/ZIM). Damit haben sie betreffend Anzahl der gespielten Games in einem Herren-Doppel mit 102 Games nach 5:58 Stunden eine neue Bestmarke aufgestellt. Wie oft dieses Match unterbrochen werden musste, ist nicht bekannt.

Regen Regen Regen

Bestmarken im negativen Sinn stellt aber der Regen in diesem Jahr ein. Auch am Mittwochnachmittag kam es wieder zu einer längeren Regenunterbrechung. Für die als Nummer 3 gesetzte Jelena Jankovic waren insgesamt vier Regenunterbrechungen gegen Marion Bartoli der Hauptgrund für ihre Niederlage. "Der Regen hat mich völlig drausgebracht. In Summe ist es nicht das Tennis, das solche Spiele entscheidet, sondern es gewinnt die Person, die mental und körperlich stark bleiben kann", sagte Jankovic nach ihrem Aus.

Kritik kommt mittlerweile auch von einer Tennis-Legende. John McEnroe spricht von einem "Fiasko" in Sachen Programmansetzung. Der dreifache Wimbledon-Sieger bemängelt besonders, dass man den normalerweise spielfreien Sonntag (strahlender Sonnenschein-Anm.) nicht genützt hat. "Ich bin damit überhaupt nicht einverstanden. Es ist auch ungerecht für die Spieler der unteren Tableauhälfte. Ich weiß auch nicht, wie man dieses Turnier am Sonntag beenden will", so "Mac".(APA/Reuters)

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    Rafael Nadal

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