Hochpreisiges Privatleben Napoleons

10. Juli 2007, 19:26
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Liebesbrief an Josephine versteigert

London - Ein Liebesbrief von Napoleon ist am Dienstagabend in London für 276.000 Pfund (rund 410.000 Euro) versteigert worden. Das liege fünf Mal über dem erwarteten Preis von rund 50.000 Pfund, teilte das Auktionshaus Christie's mit. Der Brief des korsischen Feldherrn war Teil einer Sammlung von rund 570 handschriftlichen Dokumenten, die von dem österreichischen Banker Albin Schram zusammengetragen worden sind. Darunter sind auch Schreiben von historischen Persönlichkeiten wie Winston Churchill, Mahatma Gandhi, Alexander von Humboldt, Königin Elizabeth I. und Ernest Hemingway.

Der versteigerte Brief von Napoleon Bonaparte ging an seine spätere Ehefrau und Kaiserin Josephine de Beauharnais. "Ich gebe Dir drei Küsse", schrieb der Feldherr (1769-1821) an seine Geliebte. "Einen aufs Herz, einen auf Deinen Mund und einen auf Deine Augen." Nach Angaben des Auktionshauses ist es einer von nur drei erhaltenen Briefen Napoleons an seine Geliebte vor der Hochzeit. Geschrieben wurde er zum Zwecke der Versöhnung nach einem heftigen Streit.

Ein Brief von Ernest Hemingway wechselte für 78.000 Pfund den Besitzer. Ein illustriertes Schreiben des spanischen Malers Francisco de Goya y Lucientes erreichte den Preis von 60.000 Pfund. Unter den Schätzen war auch ein Brief des 16-jährigen, späteren britischen Premierministers Churchill, in dem er seiner Mutter beste schulische Leistungen versprach: "Ich komme gut voran und lerne jeden Tag viel." Ein anderes der zahlreichen Prunkstücke war ein Brief von J.R.R. Tolkien an die Illustratorin seines Werkes "Der Herr der Ringe". Schram hatte in den 70er Jahren angefangen, die Handschriften zu sammeln. Sie wurden nun nach seinem Tod versteigert. (APA/dpa)

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