Katsav sieht sich als Opfer in "Sex-Skandal"

12. Juli 2007, 11:35
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Israels Ex-Präsident räumte seine Schuld beim ersten TV-Auftritt nach dem Rücktritt nicht ein

Jerusalem - Der vergangene Woche zurückgetretene israelische Präsident Moshe Katsav sieht sich als Opfer in dem "Sex-Skandal", der ihn zum Rücktritt gezwungen hatte. Er sei ein ganzes Jahr von den Ermittlern verfolgt worden, sagte Katsav am Dienstag in seinem ersten Fernsehauftritt, nachdem er in der vergangenen Woche sein Amt aufgegeben hatte. Seine Schuld räumte er jedoch in dem Interview mit "Kanal 2" nicht ein.

Keine Haft

Katsav hatte sich in der vergangenen Woche mit den Ermittlern darauf geeinigt, dass ein Vergewaltigungsvorwurf gegen ihn fallen gelassen wird. Er hatte der Vereinbarung zufolge im Gegenzug eingeräumt, Frauen sexuell belästigt zu haben. Bei einer Verurteilung droht ihm nun lediglich eine Bewährungsstrafe und keine Haft. Dieses Abkommen hatte heftige Proteste bei der Bevölkerung ausgelöst. Katsav wird Mitte Juli von Friedensnobelpreisträger Shimon Peres im Amt abgelöst. (APA/Reuters)

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