Ärzte empfehlen Aktiv-Videospiele

16. Oktober 2007, 11:37
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"Digitaler Sport" regt Kinder zu mehr Bewegung an - Spaß steht im Vordergrund

Die neue Generation an Bewegungs-Videospielen wie Nintendos Wii ist aus Sicht von Ärzten gut für Kinder. Bei der von der Techniker Krankenkasse (TK) und der Wirtschaftskanzlei Rode + Mathe organisierten Veranstaltung "Games meets health" diskutierten am Montag Wissenschaftler, Vertreter der Gamesbranche und Spielefans über die Auswirkungen von Videospielen auf die Gesundheit. Im Mittelpunkt standen dabei Aktiv-Videospiele, bei denen sich die Spieler bewegen müssen. Ziel der Veranstaltung war die Lenkung der einseitigen Debatte über digitale Spiele in eine neue Richtung, so die Veranstalter.

Bunt

"Wir wollen zeigen, dass die Computerspielwelt nicht nur schwarz-weiß ist und dass es außer den in der Öffentlichkeit viel diskutierten Gewaltspielen auch solche gibt, die sich positiv auf die körperliche Fitness auswirken können", so Sabine Voermans, Ärztin und Leiterin des Gesundheitsmanagements bei der TK. Voermans hofft, dass Kinder, die sich nicht gern bewegen, durch Aktiv-Videospiele zu Bewegung angeregt werden. "Der digitale Sport macht in erster Linie Spaß, die schweißtreibende Anstrengung tritt in den Hintergrund" so Voermans.

Positiv

Dennoch könne das Spielen am Computer und an der Konsole nicht das Toben im Garten ersetzen, so das Fazit der Gesprächsrunde. So lange das Spielen mit Videos in Maßen und in einer intakten Lebenswelt geschehe, könne sich das durchaus positiv auf die kindliche Entwicklung auswirken, meint die Kinder- und Jugendpsychiaterin Karla Misek-Schneider. "Wenn sich Kinder und Jugendliche ausschließlich in die virtuelle Welt flüchten, dann ist dies gefährlich", warnt sie.

Angebote

Bei der Veranstaltung stellten einige Unternehmen ihre Produkte aus der Sparte aktiver Videospiele vor. Neben Nintendo und seiner Wii-Konsole sowie Nintendo Double Screen präsentierte auch Mitbewerber Sony Computer Entertainment Eyetoy Kinetic und Combat. Aber auch die Produkte kleinerer Unternehmen konnten die Veranstaltungsteilnehmer ausprobieren. Darunter auch eine von OK-Vital entwickelte Schnittstelle, mit der man Sportgeräte wie Heimtrainer oder Laufbänder mit Spielkonsolen verbinden kann. (pte)

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