Alpen-Gletscher werden bis 2050 verschwinden

11. Juli 2007, 08:58
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Prognosen von Professor der Universität Innsbruck - Schwere Einbußen für Wintertourismus in Südtirol erwartet

Rom - Bis 2050 werden die Gletscher in den Alpen verschwunden sein. Das prognostiziert Univ.-Prof. Psenner vom Institut für Zoologie und Limnologie der Universität Innsbruck. Schon in den nächsten 30 Jahren werden 50 Prozent der Alpengletscher geschmolzen sein und der Prozess sei auch nicht mehr zu stoppen. In den vergangenen 20 Jahren schrumpften die Alpen-Gletscher um 20 Prozent ihrer Fläche zusammen.

Nicht nur die warmen Temperaturen belasten die Gletscher. Auch die geringeren Niederschläge, die in der Wintersaison für weniger Schnee sorgen, gefährden das Klima im Alpenraum. Untersuchungen auf französischen Gletschern ergaben, dass der Schnee im Alpenraum durchschnittlich einen Monat kürzer als in den vergangenen Jahrzehnten liegt.

Der Skitourismus zittert. Bei einer Erhöhung der Temperaturen von vier Grad werden nur noch 18 Prozent der Skianlagen weiterhin aktiv sein, warnten die Experten. Vor allem die auf Wintertourismus spezialisierten Regionen Südtirol und Aostatal haben wegen möglicher Einbrüche im Wintertourismus zu bangen.

Laut dem italienischen Wetterexperten Mercalli werden die Durchschnittstemperaturen im Alpenraum um zwei Grad wachsen. Die Alpen werden immer mehr mit einem mediterranen Klima konfrontiert, wie es bisher in der Apennin-Kette vorherrschte. "Man muss den Apennin studieren, um zu sehen, wie sich die Lage in den Alpen entwickeln wird", betonte Mercalli.

Internationale Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgas- Emissionen seien dringend notwendig, meinten die in Saint Vincent tagenden Experten. Die Resultate des Klimawandels würden darüber hinaus trotzdem noch lange spürbar bleiben. "Sollten wir ab sofort die Emissionen reduzieren, würde sich die Temperatur erst in 300 Jahren stabilisieren", sagte der Wissenschaftler Paolo Burlando. (APA)

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