Wifo und IHS als deutsche Prognostiker

31. Juli 2007, 13:13
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Die heimischen Wirtschaftsforscher haben mit Berlin einen Vertrag bis 2010 unterschrieben

Wien/Berlin - Erfolg für die heimischen Wirtschaftsforscher in Deutschland: Wifo und IHS werden ab Herbst 2007 bis Frühjahr 2010 an der Erstellung der Konjunkturprognosen für Deutschland mit beteiligt sein. Ein entsprechender Vertrag wurde jetzt mit dem Berliner Bundeswirtschaftsministerium unterzeichnet.

Das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (Wifo) sowie das Institut für Höhere Studien (IHS) werden im Verbund mit je einem von insgesamt vier Konsortien Analysen in den kommenden drei Jahren erstellen.

DIW will um den Auftrag kämpfen

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin - seit 1952 an den Prognosen beteiligt - verlor den prestigereichen und lukrativen Auftrag, wird nicht mehr beteiligt sein und hat dagegen bereits Widerstand angekündigt.

"Es ist interessant, dass das deutsche Wirtschaftsministerium geschaut hat, dass auch ausländische Partner - Wifo und IHS aus Wien und die ETH aus Zürich - dabei sind", so Wifo-Konjunkturexperte Markus Marterbauer. Das Wifo arbeitet mit dem Institut für Wirtschaftsforschung Halle und dem gewerkschaftsnahen Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung zusammen.

Das IHS werde an einem mittelfristigen Prognosemodell mitarbeiten, das über den bisher üblichen Zweijahreszeitraum hinausgeht, so IHS-Experte Andreas Schuh. Das IHS kooperiert mit dem Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung Essen. (APA, szem, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 4.7.2007)

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