Qualität bekommt Institut

9. Juli 2007, 10:47
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718.000 Euro für Gesundheitsforschung

Wien - Von der "Qualität", deren Sicherung und Wichtigkeit sprach bereits ihre Vorgängerin Maria Rauch-Kallat (ÖVP) mit konsequenter Regelmäßigkeit. Am Dienstag hat Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky (ÖVP) das Qualitätssicherungsprojekt auf der Prioritätenskala noch ein wenig hinaufgehievt: Die bisher im Österreichischen Bundesinstitut für Gesundheitswesen (ÖBIG) angesiedelte Qualitätsarbeit wandert samt Mitarbeitern in das neu gegründete Bundesinstitut für Qualität im Gesundheitswesen (BIQG).

Das ist neben dem Fonds Gesundes Österreich, der sich mit Gesundheitsförderung und Prävention beschäftigt, ab jetzt der dritte Geschäftsbereich des Forschungs- und Planungsinstitutes "Gesundheit Österreich GmbH".

Fehler und Fast-Fehler

Für Kdolsky bekommt damit eine Reihe von "Einzelinitiativen in der Qualitätsarbeit" einen neuen Rahmen. Mit einem Budget von 718.000 Euro für das heutige Jahr und einer Million Euro für 2008 soll Bereichsleiterin Michaela Moritz, die auch an der Spitze der Gesundheit Österreich GmbH steht, Leitlinien und Qualitätskriterien für das Gesundheitswesen erarbeiten. Weiters sollen mittels Ergebnisqualitätsprogrammen "Fehler und Fast-Fehler" (Moritz) analysiert werden sowie Qualitätsberichte erstellt und die Wirtschaftlichkeit überprüft werden.

Ein Beispiel, wo sich abgestimmte Qualitätsarbeit bereits bezahlt gemacht hat: Die Mortalitätsrate bei Herzinfarkten konnte laut Gesundheitsministerium durch bessere Behandlungsabläufe gesenkt werden. (kmo/DER STANDARD, Printausgabe, 4.7.2007)

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