UNESCO-Lehrstuhl an Universität Graz eingerichtet

11. Juli 2007, 13:44
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Stiftungsprofessur für interkulturellen und interreligiösen Dialog für Südosteuropa mit Liturgiewissenschafter besetzt

Graz - Nach dem Europäischen Friedenszentrum für Friedensstudien (EPU) im südburgenländischen Stadtschlaining erhält nun auch die Universität Graz einen UNESCO-Lehrstuhl. Die Stiftungsprofessur für interkulturellen und interreligiösen Dialog für Südosteuropa ist an der Katholisch-Theologischen Fakultät angesiedelt und wird mit dem Liturgiewissenschaftsprofessor Bert Groen besetzt, teilte die Hochschule in einer Aussendung mit.

Trennung besser verstehen lernen

Die Katholisch-Theologische Fakultät bündle bereits viel Know-how zum Themenkreis Südosteuropa, hieß es. Groen betonte auch die interdisziplinäre Vernetzung u.a. mit der Rechtswissenschaftlichen Fakultät und der südosteuropäischen Geschichte. Der 53-jährige gebürtige Niederländer ist seit 2002 Professor an der Uni Graz und will sein Augenmerk nun auf die Erforschung der interreligiösen und kulturellen Zusammenhänge und Unterschiede im südöstlichen Europa richten: "Die Trennung läuft quer durch den Kontinent, das müssen wir besser verstehen lernen."

Um die Ziele der UNESCO in Wissenschaft und Bildung zu verankern, wurden seit 1992 weltweit rund 600 UNESCO-Lehrstühle in etwa 125 Ländern eingerichtet. 1996 erhielt das EPU einen solchen Lehrstuhl; nun auch die Uni Graz. (APA)

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