Zusammenhang von verminderter Gedächtnisleistung und Geruchssinn

11. Juli 2007, 14:18
8 Postings

US-Langzeitstudie: Probleme bei der Geruchserkennung können als Hinweise auf Alzheimer oder Parkinson gewertet werden

Washington - Probleme bei der Erkennung von Gerüchen sind ein frühzeitiger Hinweis auf eine drohende Alzheimer-Erkrankung, können aber auch auf andere Gedächtniserkrankungen hindeuten. US-Forscher untersuchten in einer Langzeitstudie den Geruchssinn von fast 590 Personen im Alter zwischen 54 und 90 Jahren. Diese wurden seit 1997 einmal jährlich Riechtests unterzogen, in denen sie Gerüche wie Zitrone, Schokolade, Pfeffer, Banane und Seife identifizieren mussten. Das Risiko einer beeinträchtigten Gedächtnisleistung steige in dem Maße, in dem die Fähigkeit zur Geruchserkennung abnehme, stellten die Forscher vom Rush Medical Center in Chicago fest.

Neurologische Ursache weiter unbekannt

Bei den Versuchsteilnehmern mit unterdurchschnittlichem Riechvermögen sei das Risiko "kognitiver Einbußen" - verminderter Gedächtnisleistungen - um 50 Prozent erhöht. Die neurologische Ursache der altersbedingten Fehlfunktionen des Geruchssinns sei weiter unbekannt, sagte Robert Wilson, einer der Autoren der in der Juli-Ausgabe des Fachmagazins "Archives of General Psychiatry" veröffentlichten Studie. Die Probleme bei der Geruchserkennung seien nicht nur ein Hinweis auf eine mögliche Alzheimer-Erkrankung, sondern könnten auch auf Parkinson oder andere neurologische Leiden deuten. (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Bei unterdurchschnittlichem Riechvermögen ist das Risiko verminderter Gedächtnisleistungen laut Studie um 50 Prozent erhöht.

Share if you care.