Schwere Vorwürfe gegen inhaftierte US-Bürger

10. Juli 2007, 15:05
posten

"Gefährdung der nationalen Sicherheit" - Harte Urteile drohen

Teheran - Gegen drei der vier im Iran festgehaltenen US-Bürger werden nach Angaben eines Justizsprechers in Teheran schwere Vorwürfe erhoben. Sie würden beschuldigt, die nationale Sicherheit gefährdet zu haben, zitierte die Nachrichtenagentur ISNA den Sprecher am Dienstag. Dies komme dem Vorwurf der Spionage gleich, es drohten harte Urteile bis hin zur Todesstrafe.

Zu den drei der Spionage beschuldigten US-Bürgern iranischer Abstammung gehört die Direktorin des Nahost-Programms des Woodrow Wilson Centers in Washington, Haleh Esfandiari. Bei den beiden anderen handelt es sich um den Sozialwissenschaftler Kian Tajbachsch sowie den Friedensaktivisten Ali Shakeri von der Universität von Kalifornien. Die Voruntersuchungen gegen sie sollen bis zu diesem Donnerstag abgeschlossen werden.

Freilassung möglich

Die vierte Beschuldigte Parnaz Azima kann dagegen den Angaben zufolge mit ihrer Freilassung rechnen. Die Vorwürfe gegen die Korrespondentin könnten nicht aufrechterhalten werden, hieß es.

Medien spekulierten, die Vorwürfe könnten mit der iranischen Forderung zusammenhängen, fünf im Irak inhaftierte Iraner freizulassen. Diese waren im Jänner von US-Soldaten in der Stadt Erbil wegen des Vorwurfs der Unterstützung von Aufständischen festgenommen worden. (APA/dpa)

Share if you care.