Fall Madeleine: Haftbefehl gegen mutmaßlichen Betrüger erlassen

4. Juli 2007, 13:27
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Mit Entführung hat der Verdächtige offenbar nichts zu tun

Madrid - Die spanische Justiz hat Haftbefehl gegen einen Italiener erlassen, der sich angeblich die millionenschwere Belohnung im Fall der in Portugal entführten Madeleine erschwindeln wollte. Der 61-Jährige solle in den kommenden Wochen nach Frankreich ausgeliefert werden, wo ein Verfahren wegen versuchten Mordes gegen ihn anhängig sei, teilten die Behörden am Montag in Madrid mit.

Der mutmaßliche Betrüger war zusammen mit seiner portugiesischen Freundin vergangene Woche in Südspanien festgenommen worden. Das Paar soll über eine Anwältin in Malaga versucht haben, mit den Eltern Madeleines in Kontakt zu treten und ihnen falsche Informationen über deren vermisste Tochter anzubieten. Auf diesem Wege wollten die beiden an die Belohnung kommen.

Mit der Entführung der Vierjährigen haben sie nach Angaben der spanischen Polizei aber nichts zu tun. Aus Frankreich lag gegen den Italiener ein internationaler Haftbefehl vor.

Die kleine Madeleine war Anfang Mai aus einer Ferienanlage an der Algarve-Küste in Südportugal entführt worden. Trotz einer internationalen Suchaktion fehlt von dem Mädchen bisher jede Spur.(APA/dpa)

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