Nahost-Quartett berät Mitte Juli mit Olmert und Abbas in Ägypten

6. Juli 2007, 15:12
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Solana: UNO-Truppen in Palästinensergebieten werden notwendig

Brüssel - Das so genannte Nahost-Quartett kommt voraussichtlich Mitte Juli erneut zusammen. Die Quartett-Vertreter der Vereinten Nationen, der Europäischen Union, der Vereinigten Staaten und Russlands wollen mit Israels Regierungschef Ehud Olmert und der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas in Ägypten beraten, wie der EU-Außenbeauftragte Javier Solana am Montag in Brüssel bekannt gab.

An dem Treffen sollen demnach auch Vertreter der Arabischen Liga teilnehmen. Eine im Juni geplante Zusammenkunft in Kairo war wegen der Machtübernahme der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen vertagt worden. Stattdessen hatte sich das Quartett auf Gesandtenebene in Jerusalem getroffen.

Internationale Truppen "notwendig"

Ein Treffen des Nahost-Quartetts mit Abbas, Olmert sowie Vertretern Ägyptens, Jordaniens, Saudi-Arabiens und der Vereinigten Arabischen Emirate sei der "am besten geeigneten Mechanismus", um die Friedensgespräche voranzubringen, sagte Solana. Anstelle einer "komplizierten Konferenz" sollten die Bemühungen mit dem derzeitigen Mechanismus fortgesetzt werden. Zugleich sprach sich Solana für die Präsenz einer internationalen Truppe in den Palästinensergebieten aus. Eine solche "internationale Präsenz" sei "notwendig". Bei der UNO sei intensiv über das "Wo und Wie" einer Stationierung nachgedacht worden. Kritik sei dabei vor aber allem aus Ägypten gekommen. Am Ende, er wisse zwar nicht wann, hoffe aber bald, werde eine solche "Präsenz am Boden" notwendig sein, sagte Solana. (APA)

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