Dienstag: Der letzte Tango in Paris

2. Juli 2007, 19:26
posten

0.10 bis 2.15 | hessen | FILM | Le dernier tango à Paris, I/F 1972. Bernardo Bertolucci

Ein großes missverstandenes Werk der Filmgeschichte: Messlatte einer Gesellschaft, die Kunst durch den Kunstskandal ersetzt. Bertoluccis Werk ist eine Reflexion über entfremdetes, deformiertes, todessehnsüchtiges Leben (paraphrasiert durch die Bilder von Francis Bacon); ein mitreißender Reigen über Sex und Tod, gleichzeitig ein Überdenken eigener filmischer Arbeit (vermittelt über die Figur des Regisseurs, gespielt von Jean-Pierre Léaud). In Marlon Brandos Darstellung des Helden, in der Kollision des wuchtigen/sensiblen Amerikaners mit der sterbenden alten Welt, kann man die schönsten Momente in der Geschichte der Schauspielkunst erleben.
Share if you care.