Vier Tote bei Kirschernte

3. Juli 2007, 09:09
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Viele Noteinsätze nach Stürzen von Leitern

Linz/Wien - "Gott sei Dank ist die Kirschenzeit vorbei", meint ÖAMTC-Helikopterpilot Wolfgang Hießböck vom Linzer Christophorus 10. Eine Serie von Stürzen beim Kirschenpflücken habe die Notarzthubschrauber-Flotte in den vergangenen Wochen über die üblichen Rettungseinsätze hinaus beschäftigt. Von den Stützpunkten wurden nahezu 50 Rettungsflüge gestartet. Mindestens vier Menschen seien bei Stürzen von Leitern oder von Bäumen ums Leben gekommen, resümierte der ÖAMTC am Montag.

Besonders betagtere Semester verunglückten häufig bei der gefährlichen Ernte im eigenen Garten. Alle vier Todesopfer seien über 75 Jahre alt gewesen. "Ich bin in letzter Zeit sicher mehr Kirsch- als Motorradopfer geflogen", zog auch Günter Grassinger, Stützpunktleiter von Christophorus 2 in Krems, Bilanz. "Und keines der Opfer war unter 60 Jahre alt."

In den meisten Fällen waren die Leitern auf rutschigem oder abschüssigem Boden aufgestellt worden und samt Pflückern umgefallen. Einer hatte mit seiner Aluleiter eine Elektroleitung berührt und einen lebensgefährlichen Stromschlag erlitten. Auch im Linzer Unfallkrankenhaus musste in jüngster Zeit beinahe jeden Tag ein verunglückter Kirschenliebhaber versorgt werden. (simo/DER STANDARD-Printausgabe, 03.07.2007)

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