Schwere Unwetter in den USA

3. Juli 2007, 13:06
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Teile des Mittleren Westens zu Notstandsgebieten erklärt

Washington - Nach tagelangen Unwettern mit schweren Regenfällen sind ganze Teile des Mittleren Westens der USA zu Notstandsgebieten erklärt worden. Nationalgardisten retteten tausende Menschen aus den Fluten. In einigen Orten wurden Zwangsevakuierungen angeordnet. Nachdem in manchen Gebieten der betroffenen Staaten am 18. Tag nacheinander Regen fiel, hat der Wasserstand Rekordmarken erreicht.

Die Wassermassen sind so enorm, dass sie Deiche mühelos überspülen. Außerdem bestehen für die Anwohner nun Ernst zu nehmende Gesundheitsrisiken. Im Bundesstaat Texas wurde in 17, in Kansas in zwölf Bezirken der Notstand ausgerufen.

Trinkwasserpumpen stillgelegt

So sind in Coffeyville im Bundesstaat Kansas aus einer Ölraffinerie knapp 120.000 Liter Rohöl ausgelaufen und in das Wasser gelangt, durch das später hunderte Menschen wateten. Wie in anderen Städten auch sind in Coffeyville die Trinkwasserpumpen stillgelegt worden, nachdem der lokale Fluss über den Deich getreten ist. Der Fluss Verdigris, an dem das Städtchen liegt, ist mit einem Wasserstand von 15,8 Metern sechs Meter über der Überschwemmungsmarke.

In Owasatomie in Kansas evakuierte die Nationalgarde knapp die Hälfte der 4.600 Einwohner. Kopfschüttelnde Menschen sahen von den Rettungsbooten aus zu, wie der rasant ansteigende Wasserpegel die Dachrinnen der Häuser erreichte.

In den vergangenen zwei Wochen hatten schwere Unwetter bereits elf Texanern das Leben gekostet, zahlreiche Menschen gelten als vermisst. (APA,dpa)

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