Zahl der männlichen Gewaltopfer deutlich gestiegen

4. Juli 2007, 13:27
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2.980 Personen suchten im vergangen Jahr Hilfe und Unterstützung beim Verein "die möwe"

Wien - 2.980 Gewaltopfer haben im vergangenen Jahr beim Verein "die möwe" Hilfe und Unterstützung gesucht. 2005 waren es noch 2.634 Personen. Zugenommen hat laut dem Jahresbericht der Organisation, der am Montag veröffentlicht wurde, vor allem der Anteil der männlichen jugendlichen Hilfesuchenden. Bei rund einem Drittel handelte es sich 2006 um Burschen. Im Jahr zuvor war rund ein Viertel der Opfer männlich.

Sexuelle Übergriffe die Mehrheit

Die Beratung nach sexuellen Übergriffen zählt nach wie vor zur Haupttätigkeit der Vereinsmitarbeiter. Rund 43 Prozent der Klienten wendeten sich wegen derartiger Vorfälle an die Organisation. Hilfe bei Trennung bzw. Scheidung der Eltern (18 Prozent), Verhaltensauffälligkeiten (zwölf Prozent) sowie körperlicher Gewalt (elf Prozent) gehörte ebenfalls zu den häufigsten Aufgabengebieten der Kinderschutzzentren. Beim Angebot der Prozessbegleitung für Minderjährige hat es laut Jahresbericht einen Nachfrageanstieg um 20 Prozent gegeben.

Rund sechs Prozent der Hilfesuchenden waren 2006 jünger als sieben Jahre. Der Anteil der sieben- bis 14-Jährigen betrug rund 16 Prozent. Bei den 15- bis 19-Jährigen bzw. 20 bis 29-Jährigen waren es sieben bzw. fünf Prozent. 33 Prozent der Hilfesuchenden waren älter als 30 Jahre. (APA)

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