Unicef: Täglich sterben fast 30.000 Kinder an Hunger

4. Juli 2007, 17:10
26 Postings

Trotz Rückgangs der Armut - Geschäftsführerin von UNICEF Österreich: "Alle drei Sekunden stirbt ein kleines Kind"

Wien - Obwohl die Anzahl jener Menschen, die in extremer Armut leben, seit 1990 von 1,25 Milliarden Menschen auf 980 Millionen im Jahr 2004 zurückgegangen ist, sterben täglich noch immer fast 29.000 Kinder an oft harmlosen Krankheiten oder Hunger. "Das bedeutet, alle drei Sekunden stirbt ein kleines Kind", sagte Gudrun Berger, Geschäftsführerin von UNICEF Österreich, anlässlich der Veröffentlichung des UN-Halbzeitberichts zur Umsetzung der so genannten Millenniumsziele.

Im Jahr 2000 hatten sich Staats- und Regierungschefs unter anderem darauf geeinigt, bis zum Jahr 2015 extreme Armut und Hunger zu beseitigen, Kindern Grundschulausbildung zu gewährleisten, die Kindersterblichkeit zu senken sowie Aids, Malaria und andere Krankheiten zu bekämpfen. Fünf Jahre später sind die Todesfälle in Folge von Masern um 60 Prozent zurückgegangen, auch die Zahl der untergewichtigen Kinder ist gesunken. Die Einschulungsraten stiegen 2005 auf 88 Prozent (gegenüber 80 Prozent 1991).

Immer noch müssen aber über 980 Millionen Menschen mit weniger als einem Dollar (0,740 Euro) pro Tag auskommen, so das UN-Kinderhilfswerks. Pro Jahr sterben über zehn Millionen Kinder an leicht vermeidbaren Krankheiten und Hunger - 1,5 Millionen davon durch verschmutztes Wasser. In Südasien sind 46 Prozent aller Kinder untergewichtig. Weltweit gibt es 15 Millionen Aids-Waisen. (APA)

Link
UNICEF
Share if you care.