Intel vs. 100-Dollar-Laptop: Zusammenarbeit statt Streit?

11. Juli 2007, 12:01
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Prozessorhersteller offenbar in Gesprächen mit dem One Laptop per Child-Projekt - Vorerst keine Details

In den letzten Monaten hat sich die Auseinandersetzung zwischen dem One Laptop per Child-Projekt (OLPC) und Intel deutlich verschärft. So beklagte OLPC-Gründer Nicholas Negroponte unlängst, dass der Chip-Hersteller aktiv versuche Stimmung gegen den 100-Dollar-Laptop zu machen - und damit gegen ein Projekt, dass es sich auf die Fahnen geschrieben hat bar von kommerziellen Interessen die Bildungslage von Millionen Kindern zu verbessern.

Konkurrenz

Intel hält dem 100-Dollar-Laptop seinen eigenen Classmate-PC entgegen. Während der OLPC XO stark mit herkömmlichen Computer-Paradigmen bricht, ist der Classmate PC deutlich konservativer als kostengünstige Variante bestehender Laptops. Über die Beweggründe von Intel so rasch eine direkte Konkurrenz zu einem Non-Profit-Projekt aus dem Boden zu stampfen, lässt sich nur spekulieren, dass der OLPC XO mit einer AMD-CPU läuft, hat aber wohl ihren Teil zu der Verstimmung beigetragen.

Aussprache

Wenn alles gut geht, könnte nun aber schon bald ein Ende der Streitigkeiten gekommen sein, wie die Businessweek berichtet. Die beiden Seiten befinden sich nach Informationen des Blattes derzeit in Gesprächen, um herauszufinden, wie man zusammenarbeiten könne.

Abwarten

Konkrete Details, was dies bedeuten könnte, gibt es derzeit freilich noch nicht. So bleibt vorerst offen, ob es dabei "nur" um eine Verbesserung der Zusammenarbeit im Softwarebereich oder doch auch um eine wie auch immer geartete Hardware-Kooperation geht. (red)

  • Der OLPC XO im Testeinsatz in Nigeria
    foto: olpc

    Der OLPC XO im Testeinsatz in Nigeria

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