Welthungerhilfe: Ländliche Gebiete "sträflich vernachlässigt"

31. Juli 2007, 16:12
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Vorsitzende Ingeborg Schäuble fordert verstärkte Anstrengungen

Bonn - Mit ihrem Ziel einer Halbierung des Anteils armer Menschen bis 2015 stehen die Vereinten Nationen nach Einschätzung der Deutschen Welthungerhilfe vor dem Scheitern. Vor allem die ländlichen Gebiete, wo 80 Prozent der Hungernden lebten, würden nach wie vor "sträflich vernachlässigt", sagte die Vorsitzende des Vereins, Ingeborg Schäuble, am Montag in Bonn.

Zur Halbzeit bis zum angestrebten Erreichen der so genannten Millenniumsziele forderte sie, die Anstrengungen deutlich zu verstärken. "Es wurde schon vieles erreicht, doch die Bilanz stimmt nicht euphorisch." Sie begrüßte es, dass die Regierungschefs der G-8-Staaten bei ihrem Gipfeltreffen Anfang Juni in Heiligendamm eine Erhöhung der Entwicklungshilfe angekündigt hatten. Jetzt gehe es darum, diese Versprechen umzusetzen.

Im Jahr 2000 hatten die UN-Mitglieder acht Ziele vereinbart. Neben der Bekämpfung der Armut sehen diese bis 2015 den weitgehenden Stopp der Verbreitung der Immunschwäche Aids sowie die Einführung von Grundschulunterricht überall auf der Welt vor. (APA/dpa)

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