Mutmaßlicher deutscher Serienmörder tot in Zelle gefunden

4. Juli 2007, 09:31
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Lkw-Fahrer war wegen einer Serie von Prostituierten-Morden verdächtigt gewesen

Hof - Der wegen einer Serie von Prostituierten-Morden im Ausland verdächtigte Lastwagenfahrer aus Hof in Deutschland hat sich das Leben genommen. Der 48-Jährige, der den Mord an mindestens mindestens fünf Prostituierte in Spanien und Frankreich gestanden hatte, sei Montag früh erhängt in seiner Zelle in der Justizvollzugsanstalt Bayreuth aufgefunden worden, teilte die Hofer Staatsanwaltschaft mit. "Die äußeren Umstände deuten auf einen Suizid hin", erklärte Behördensprecher Gerhard Schmitt.

Fünf Morde gestanden

Der Fernfahrer war im November bei Köln festgenommen worden, nachdem ihn die spanische Polizei mit internationalem Haftbefehl gesucht hatte. Im Laufe der Vernehmungen gestand der 48-Jährige, zwischen 1999 und 2006 fünf Prostituierte umgebracht zu haben, davon drei in Spanien und zwei in Frankreich.

Überraschend gestand der aus Ostdeutschland stammende Mann zudem, 1974 eine 14-jährige Mitschülerin in Plauen ermordet zu haben, deren Tod die damalige DDR-Justiz für einen Selbstmord gehalten hatte. Die EU-Justizbehörde Eurojust ermittelt zudem, ob der Fernfahrer für 13 weitere Fälle von Morden und Mordversuchen an Prostituierten als Täter in Frage kommen könnte. Der Prozess gegen den 48-Jährigen war für Herbst erwartet worden. (APA/AP)

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