Streng kontrollierter Start in die Ferien

4. Juli 2007, 14:46
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Die Sperren von Flughäfen und strenge Kontrollen brachten den Ferienfliegern in Großbritannien Verspätungen

Der Flughafen Glasgow geschlossen, alle Flüge gestrichen; der John-Lennon-Airport von Liverpool gesperrt, drastisch verschärfte Kontrollen in den Flughäfen Gatwick, London-Heathrow, London Stansted, Aberdeen, Edinburgh und Southampton: Der Aufbruch in die Ferien wurde für tausende Briten zur Geduldsprobe. Im übrigen Europa blieben die - ohnehin in die Höhe geschraubten - Sicherheitsvorkehrungen unverändert.

Flugpassagiere in Wien-Schwechat müssen sich weiterhin auf genaue Kontrollen einstellen. Das Maß der Dinge sind die im Oktober des Vorjahres vereinbarten europaweit gültigen Standards. Passagiere dürfen derzeit höchstens 100 Milliliter Flüssigkeit mit an Bord nehmen, Sprays und Pasten sind weit gehend verboten. Allein auf deutschen Airports werden täglich bis zu sieben Tonnen Flüssigkeiten an den Kontrollstellen einkassiert. Für Reisen nach Großbritannien gilt überdies, dass nur ein Stück Handgepäck mit ins Flugzeug darf.

Deutsche Flughafenbetreiber hatten zuletzt eine Lockerung der rigorosen Kontrollen verlangt. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble erteilte diesem Ansinnen am Sonntag eine deutliche Abfuhr.

Darüber hinaus aber bewertet die deutsche Regierung den Bedrohungsgrad durch Terrorismus als unverändert. Für Deutschland gelte laut dem Sprecher des Innenministeriums Stefan Kaller: "Wir haben eine abstrakte Gefahr festzustellen, aber keine konkreten Hinweise." Eine weitere Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen sei daher gegenwärtig nicht in Aussicht. Erst vor zwei Wochen hatte es Verschärfungen gegeben.

In den USA wurde die Polizeipräsenz an den Flughäfen erhöht. Die Terrorbedrohung wird auch in den Vereinigten Staaten als unverändert (hoch) angesehen. Flugpassagiere in den USA müssen daher mit Verspätungen rechnen. (red/DER STANDARD, Printausgabe, 2. Juli 2007))

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    Gestrandete Passagiere in Glasgow: Die Sperren von Flughäfen und strenge Kontrollen brachten den Ferienfliegern in Großbritannien Verspätungen. Im übrigen Europa gelten die gewohnten Regeln.

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