Panische Grundstimmung in der Straßenbahn?

Redaktion, 22. Juli 2007, 15:57
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    foto: ap photo/jason decrow

Warum sich Fahrgäste in öffentlichen Verkehrsmitteln mit Vorliebe rund um den Ausgang drängeln

Im Grunde ist es paradox: Wenn es um die Wahl des besten Sitzplatzes in öffentlichen Verkehrsmitteln geht, neigen wir zu einer geometrischen Verteilung. Es wird erst dann neben jemand anderem Platz genommen, wenn es keine ganz freien Sitzgruppen mehr gibt. Und natürlich setzt man sich erst zu einer Einzelperson, ehe man sich womöglich zu einem Duo oder gar Trio quetscht. (--> siehe dazu unsere frühere Frage "Sind wir asozial?")

Bei den Stehplätzen verschwindet unser Bedürfnis nach Gleichverteilung aber radikal, wie unser Gewinner der Woche, Herbert Wank, feststellt und nach dem Grund dafür sucht:

"Warum haben viele Leute in öffentlichen Verkehrsmitteln (U-Bahn, Straßenbahn oder Bus) so viel Angst, sich mehr als 1 Meter vom Ausgang zu platzieren (genauer: Wieso stehen immer alle bei der Tür?)? Wie oft ist jemals jemand nicht rausgekommen?" (red)

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Dumme Frage

Wenn alle Sitzplätze voll sind, ich also an Ort und Stelle einen Stehplatz haben, wohin soll ich dann noch gehen? Ist sowieso wurscht woh ich stehe. Naja, Pisa Studenten Fragen eben - bleiben für Österreicher ein Mysterium.

am meisten verachte ich immer noch jene menschen, die nicht warten können bis mal alle fahrgäste aus der U-Bahn raus sind bevor sie einsteigen...da setzt´s dann schon mal einen sanften bodycheck meinerseits!

dann gäbs von mir aber einen Bodycheck der dich flachlegt, auf solche Spaßvögel warte ich schon lange.

aso, du bist also auch so ein hysteriker, der es nicht abwarten kann!?

die ersten paar steigen ein und bleiben halt wo sie grad sind (menschen sind faul, das lässt sich so pauschal sagen). dann wirds eng um den ausgang weil das viele machen. ein paar stationen weiter kann gar niemand mehr in das wageninnere vodringen weil der eingang verstopft ist. dadurch entsteht das gefühl der ganze wagen sei voll weswegen natürlich auch keiner weiter rein will, man könnte ja eventuell nicht mehr rechtzeitig rauskommen oder muss zumindest andere stossen oder sich an ihren scheissnassen körpern vorbeiwinden. ;)

leute die schlecht zu fuss sind oder sperriges gepäck (fahrräder, möbel, kinder, hunde, ...) dabei haben sind in diesem spiel dann die katalysatoren weil die ja wirklich nahe der tür besser dran sind.

Möbel in der Straßenbahn???

Haben Sie etwa den Typen aus der Leiner-Werbung getroffen?

du glaubst garnicht was ich schon alles in der strassenbahn transportiert hab. :)

panisch oder doch motschgernd

Es könnte doch auch sein dass bloss Weg gespart wird - es geht also nur um den inneren Schweinehund.
Soziologisch ist das aber hoch interessant. Und was richtet die Fremdbestimmung und Abhängigkeit von fremden Fahrern psychologisch an? neigt man eher zum nörgeln wenn man immer unter Stress ist gegen Verspätungen nichts unternehmen zu können...
Sollte der Druck der Fahrgäste nicht irgendwie ins Verkehrsmanagementsystem eingepflegt werden?

Wie in den Auzügen im AKH!

Alle müssens gleich bei der Türe stehen und hinten kannst tanzen.

Na seien Sie doch froh

wenn Sie noch tanzen können! ;-)

wie schon ein großer Musiker sagte

easy come and easy go

Sitze werden zunehmend schlechter!

Alte U4 mit neuer Blech-Hartkunststoffbestuhlung. Neue U4 mit harter, knarrender Kunststoffbestuhlung.
Keine Ergonomie.
Orthopädisch bedenklich.
Entspricht der Hartholzbestuhlung 3. Klasse um die Jahrhundertwende1899.
Genauso wie in den Flugzeugen: Die Menschen werden immer größer, die Züge immer enger und niedriger. War da nicht eben von die Rede von: "Mehr Komfort" bei der Fahrpreiserhöhung? Alles Lügen; die Sprüche der Wiener Linien sind nicht ernst zu nehmen.

aber hauptsache die tarife steigen...

...und werden damit gerechtfertigt, dass die züge komfortabler sind!!!! aber irgendwie müssen sich die sinnlosen videoüberwachungen in den garnituren ja finanzieren. ich fühl micht jetzt soviel sicherer als zuvor........... :-(

So ist es

Auf knallharten Plastiksesseln (die alten Kunstholzsessels in der Bim waren wenigstens noch halbwegs ergonomisch) mit Kameras über dem Kopf unterwegs - wie in einem schlechten SF-Film...

DAS frage ich mich allerdings seit jahren auch jeden tag!! als würden die leute beim übersteigen der schwelle sofort einfrieren oder zur salzsäule erstarren! scheinbar sind wir von den nachrichten schon dermaßen paranoid, dass wir jeden augenblick einen bombenanschlag o.ä. vermuten.

ich wundere mich auch schon seit langem

über das Phänomen des "Plötzlichen Wurzelschlagenes" sobald der Mensch einmal im Waggon drinnen ist - von wegen besserer Luft und weniger Körperkontakt bei der Tür. Die Plätze bei den Türen sind immer gerammelt voll, während die Plätze in den Gängen oft wunderbar frei sind. Ich habe es immer noch geschafft rechtzeitig auszusteigen - ohne zu rempeln übrigens - und manchmal erlaube ich mir auch sogar das Fenster aufzumachen, wenn ich bei den Sitzplätzen stehe - die haben übrigens auch Haltegriffe - und brauch daher nicht zu warten, bis sich die Tür beim nächsten Halt öffnet. Also, liebe Leute, seid mutig, tretet in das Wageninnere vor, es passiert euch nichts. Versprochen !!!

Andere Frage

In den 80ern war es in U-Bahn, Strassenbahn und Bus so still wie am Friedhof. Nur ein paar anxoffene haben das Maul aufgemacht, alle anderen haben sich verhalten als wären sie im Warteraum zum Ge*sta*po Verhör.

Hab ich da eine Erinnerung die eventuell so gar nicht der Wahrheit entspricht?
Wenn doch etwas dran ist, warum hat sich das geändert?

so schön war die Zeit...

Furchtbar war das!!!

Damals waren Handys noch nicht verbreitet

Heute wird ständig mit den Handys telefoniert.

Warum?

In einem Großteil der Wiener U-Bahn-Züge vor allem deshalb, weil es in den Sitzbereichen zwischen den Türen keine Halteschlaufen und -stangen an der Decke gibt. Wenn man sich nicht festhalten kann ist der Aufenthalt dort etwas gefährlich....

Hinweise der U-Bahn-Fahrer

Hab jetzt schon 2x eine geniale Durchsage durch (möglicherweise 2x den selben) U-Bahn-Fahrer gehört. Inhalt aus dem Gedächtnis etwa so: "Sehr geehrte Damen und Herren! Auf der Länge eines U-Bahn-Zuges, der in etwa der Länge des Donauturmes entspricht, befinden sich für Ihren Komfort 12 Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten. Ich bitte Sie, diese Information nutzbringend zu verwenden..."

Ich auch, gestern 17h U4 zwischen Schwedenplatz und Rossauer Lände! Sehr humorvoll und gewählt hat er sich ausgedrückt, der Herr U-Bahn-Fahrer ;))))

Hab ich sinngemäß auch gehört: Auch in der Mitte kann man in die Ubahn einsteigen.

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