Regierung: Deutlich weniger tote Zivilisten im Juni

5. Juli 2007, 17:07
posten

US-Militär mahnt zu Zurückhaltung bei Beurteilung der Erfolge der Sicherheitsoffensive

Bagdad - Die Zahl der im Irak getöteten Zivilisten ist nach offiziellen Angaben auf den tiefsten Stand seit Beginn der jüngsten US-Offensive vor fünf Monaten gefallen. Die irakische Regierung erklärte am Sonntag, im Juni seien 1227 Zivilisten gewaltsam ums Leben gekommen, 36 Prozent weniger als im Mai. Vertreter des US-Militärs warnten jedoch davor, von den Daten bereits auf einen Erfolg der Sicherheitsoffensive zu schließen.

Die Zahl der Anschläge sei gleich hoch geblieben, sie forderten jedoch deutlich weniger Opfer. Gleichzeitig stieg den Angaben zufolge die Zahl der getöteten US-Soldaten: Von April bis Juni starben demnach mehr Armeeangehörige als jemals zuvor in einem Vierteljahr seit Beginn der Invasion 2003.

Sinkende Zustimmung

US-Präsident George W. Bush steht unter Druck der demokratischen Mehrheit im Kongress wie auch einiger seiner Republikaner, einen Erfolg seiner Strategie der Truppenaufstockung vorzuweisen. Auch die Zustimmung der US- Bevölkerung sinkt angesichts der hohen Opferzahlen in den eigenen Reihen immer weiter.

Am Sonntag starben bei einem Selbstmordanschlag auf eine Polizeistation in Ramadi den Behörden zufolge fünf Polizisten. Ramadi liegt 110 Kilometer westlich von Bagdad, in der überwiegend von Sunniten dominierten Provinz Anbar. (APA/Reuters)

Share if you care.