Lob für Browns Reaktion auf Anschläge

4. Juli 2007, 14:46
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Auf "gefühlige Erklärungen" verzichtet - Bürgerrechtlerin Chakrabarti: "Solide Vaterfigur"

London - Opposition und Bürgerrechtler in Großbritannien haben die besonnene Reaktion des neuen Premierministers Gordon Brown auf den Anschlag von Glasgow und die vereitelten Attentate von London gewürdigt. Das unterscheide Brown wohltuend von seinem manchmal atemlos wirkenden Vorgänger Tony Blair, hieß es am Sonntag. Dieser habe versucht, aus solchen Vorfällen politisches Kapital zu schlagen, sagte der innenpolitische Sprecher der Liberal-Demokraten, Nick Clegg. Er begrüße Browns maßvollen Ton, ergänzte Clegg im Fernsehsender Sky-News.

Der neue Premier habe sich als solide Vaterfigur gezeigt, lobte die Bürgerrechtlerin Shami Chakrabarti. "Ich muss sagen, das hat mich beruhigt." Der aus Schottland kommende Brown habe auf "gefühlige Erklärungen" verzichtet und sich auch der Parteipolitik enthalten.

Kritik an Innenminister Reid

Die Opposition hatte Blairs Innenminister John Reid kritisiert, er nehme Anschläge zum Vorwand für Gesetzesverschärfungen, die dann im Parlament keine Mehrheit erhalten hätten.

Nach Darstellung des wirtschaftspolitischen Sprechers der Konservativen, George Osborne, hat Brown Parteichef Davion Cameron das Bemühen um parteiübergreifenden Konsens zugesagt.

Brown hatte am Wochenende zur Wachsamkeit aufgerufen, die Arbeit der Sicherheitskräfte gelobt und versichert, das Königreich werde der Bedrohung durch den internationalen Terrorismus nicht nachgeben. Brown, der am Donnerstag Blairs Nachfolger geworden war, hat eine Abkehr vom Stil seines Vorgängers angekündigt, bei dem nach Ansicht von Kritikern Stil vor Inhalt kam. (APA/Reuters)

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    Großbritanniens neue Premier Gordon Brown hat laut Oppsition und Bürgerrechtlern die Krise bislang gut gemeistert.

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