Palästinensischer Ex-Premier Haniyeh besuchte Arafats Haus in Gaza

3. Juli 2007, 14:14
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Nach Einbruchs-Vorwurf der Fatah - Auch Telefonat mit Arafat-Witwe

Gaza - Der frühere palästinensische Ministerpräsident Ismail Haniyeh hat am Samstag das Haus des verstorbenen Präsidenten Yasser Arafat besucht und mit dessen Witwe telefoniert. Der Hamas-Politiker wollte damit Vorwürfe der rivalisierenden Fatah entkräften, seine radikal-islamische Organisation sei nach der Einnahme des Gaza-Streifens in das Gebäude eingebrochen. Arafats Wohnhaus sei "eines der Nationalsymbole in Gaza", sagte Haniyeh während eines Telefonats vor Journalisten, das nach Angaben seines Umfelds Arafats Witwe Suha in Tunesien galt.

Frauenkleider gestohlen

Ein Fatah-Sprecher hatte erklärt, Hamas-Kämpfer seien am 17. Juni, zwei Tage nach ihrem militärischen Sieg im Gaza-Streifen, in Arafats Haus eingebrochen, auf seinem Foto herumgetrampelt und hätten Geschenke ausländischer Politiker sowie den Friedensnobelpreis des Verstorbenen beschädigt. Aus den Schlafzimmern hätten die Kämpfer Frauenkleider gestohlen, hieß es weiter.

Die Vorwürfe hatten dem Ansehen der Hamas schwer geschadet. Während des Besuchs von Haniyeh am Samstag waren keine Anzeichen einer Beschädigung zu sehen. Arafats Nachfolger Mahmoud Abbas hatte Haniyeh nach der Einnahme des Gaza-Streifens durch die Hamas als Regierungschef entlassen. (APA/AP)

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    Ismail Haniyeh mit Arafats Brille

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