Drei Soldaten bei Anschlag getötet

6. Juli 2007, 14:31
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Bombe von PKK-Rebellen am Straßenrand versteckt

Ankara - Drei türkische Soldaten sind am Samstag im Osten des Landes durch die Detonation einer am Straßenrand versteckten Bombe ums Leben gekommen. Als Urheber des Anschlags werden Rebellen der kurdischen Untergrundorganisation PKK vermutet, meldete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi. In der Gegend hatte die Armee am selben Tag eine groß angelegte Aktion gegen Kämpfer der verbotenen PKK begonnen, bei der auch Kampfhubschrauber eingesetzt wurden. Die von der Türkei als Terrororganisation eingestufte PKK, die vom angrenzenden Nordirak aus operiert, hatte ihre Anschläge auf das türkische Militär in den vergangenen Wochen verstärkt.

Unterdessen wächst der Druck der Öffentlichkeit und des Militärs auf die türkische Regierung, gegen die kurdischen Rebellen im Nordirak vorzugehen. Dort sollen sich etwa 3500 PKK-Kämpfer in Lagern aufhalten. Die USA lehnen ebenso wie die irakische Regierung ein militärisches Eingreifen der Türkei dort strikt ab. Der türkische Außenminister Abdullah Gül hatte dagegen am Freitag bekräftigt, sein Land habe das Recht zu einem solchen Einsatz, es werde bereits an entsprechenden Pläne gearbeitet. "Falls weder die irakische Regierung noch die US-Streitkräfte dies vermögen (die PKK im Irak zu zerstören), werden wir unsere eigene Entscheidung treffen und sie in die Tat umsetzen", wurde Gül zitiert.

Nach einem 15-jährigen Guerillakrieg mit mehr als 35.000 Todesopfern hatte sich die PKK 1999 nach der Ergreifung ihres Führers Abdullah Öcalan in den Nordirak abgesetzt. Öcalan wurde zum Tode verurteilt. Die Todesstrafe wurde später in lebenslange Haft umgewandelt. Eine der Forderungen der PKK ist die Freilassung Öcalans. (APA/dpa)

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