Mord bei Wels: Mann tötete Nachbarin

1. Juli 2007, 19:40
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Auch deren Sohn schwer verletzt - Mann ging auf Polizisten los, diese stoppten ihn mit Schüssen

Linz - Ein 40-jähriger Oberösterreicher aus Gunskirchen im Bezirk Wels-Land hat Samstagnachmittag seine 75-jährige Nachbarin mit einem Messer getötet. Ihren 53-jährigen Sohn hat er schwer verletzt. Weil er auch auf die alarmierte Polizei losging, gaben die Beamten mehreren Schüsse auf den mutmaßlichen Täter ab, wodurch dieser ebenfalls verletzt wurde, wie die Sicherheitsdirektion mitteilte. Vermutet wird, dass er an einer Geisteskrankheit leide.

Der Verdächtige drang gegen 12.40 Uhr in die Wohnung seiner Nachbarin ein. Er traf noch im Eingangsbereich auf sie und versetzte ihr mehrere Stiche im Brustbereich. Die Frau stürzte tödlich verletzt zu Boden. Dann ging er mit dem Messer weiter in die anderen Räume, wo er ihren Sohn vorfand. Auch auf diesen ging mit dem Messer los. Er wurde ebenfalls im Brustbereich schwer verletzt, einer der Stiche ging ins Herz. Er musste später im Linzer AKH notoperiert und in künstlichen Tiefschlaf versetzt werden. Sein Zustand ist stabil.

Täter bedrohte Beamte

Nachbarn alarmierten die Polizei. Als die Beamten eintrafen war der mutmaßliche Täter wieder in seine Wohnung zurückgekehrt. Als er Polizisten sah, ging er mit gezücktem Messer auf sie zu. Sie forderten ihn auf, das Messer fallen zu lassen, weil ansonsten von der Waffe Gebrauch gemacht werde. Weil er weiter mit dem Messer auf die Beamten zuging, gab einer mehrere Schüsse ab. Sie trafen den Verdächtigen im Bein-, Bauch- und Schulterbereich. Der Mann kam vor dem Hauseingang zu liegen. Er wurde im Krankenhaus Wels versorgt. Es besteht laut Auskunft der Polizei keine Lebensgefahr.

Der Polizeibeamte, der geschossen hatte, stürzte dabei und wurde leicht verletzt. Die Hintergründe der Bluttat waren Samstagnachmittag noch Gegenstand von Ermittlungen. (APA)

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