MySpace-Mitglieder werden zu Musikverkäufern

11. Jänner 2008, 18:09
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Snocap ermöglicht Online-Musikkauf immer und überall - EMI vereinbart Deal mit digitalem Musikanbieter

EMI und der digitale Musikanbieter Snocap haben vereinbart, Musiktitel aus dem Katalog des britischen Labels über MyStores zu verkaufen. MyStores ist ein von Snocap entwickelter Online-Shop, der auf unterschiedliche Internetseiten hinzugefügt werden kann. Die Musiklabels denken dabei in erster Linie an von Musikfans stark frequentierte Webseiten wie MySpace und diverse Musikblogs. Musikliebhaber können auf diese Weise ihren Internetseiten ein MyStores-Widget hinzufügen. Damit erhöhen Musikverlage die Gelegenheiten für Fans, Musik im Internet zu kaufen.

Als ob...

"Es ist, wie wenn man dem Label eine Verkaufsmaschine zur Verfügung stellt. Das erlaubt Künstlern und Fans auf fast allen populären Musikseiten wie MySpace Handel zu betreiben", sagt Rusty Rueff, Geschäftsführer von Snocap. In einer Umfrage von Jupiter Research bezeichneten sich 20 Prozent der Online-Nutzer als spontane Musikkäufer. "MySpace hat ein großes Publikum, das sich für Musik interessiert. Wenn MyStores eine wunderbare Erfahrung bietet, dann glaube ich, dass sie auf dem richtigen Weg sind, ein großes Geschäft zu machen", ist Jupiter-Research-Analyst David Card überzeugt.

Überzeugt

Auch Barney Wragg, Chef Manager bei EMI für digitale Musik, glaubt an den Erfolg des Deals mit Snocap. "Mein Motto war schon die ganze Zeit, es den Menschen möglichst einfach zu machen, Musik einzukaufen", so Wragg. "Man braucht nicht einen großen Laden, zu dem jeder kommen muss. Man kann diesen Laden nehmen und ihn auf jede Internetseite platzieren", sagt er weiter.

Preisfrage

Der Preis für einen Titel als MP3-Datei in hoher Qualität wird 1,30 Dollar betragen. Die Musiktitel sind auf jedem Gerät, dem iPod inklusive, abspielbar. Im Katalog von Snocap befinden sich derzeit Titel verschiedener Indie-Labels sowie Material der Warner Music Group, das allerdings nicht auf dem iPod abspielbar ist. Snocap plant darüber hinaus verschiedene Preise für Musiktitel, ein Wunsch der Musikindustrie, auf den Apples iTunes-Store jedoch bislang nicht eingeht. (pte)

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