Mordanklage gegen zwei US-Soldaten

4. Juli 2007, 19:17
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GIs sollen in mehreren Fällen Iraker erschossen und Waffen neben die Leichen gelegt haben

Bagdad - Das US-Militär hat zwei seiner Soldaten wegen vorsätzlichen Mordes an drei Irakern angeklagt. Die beiden GIs sollen zwischen April und Juni dieses Jahres in der Nähe von Iskanderiya, 40 Kilometer südlich von Bagdad, in drei Fällen Iraker erschossen haben, teilte das US-Militärkommando mit. Anschließend sollen sie neben die Leichen Waffen gelegt haben, um den Eindruck zu erwecken, dass ihre Mordopfer bei Kampfhandlungen getötet worden wären. Die beiden Angeklagten warten nunmehr im US-Militärgefängnis in Kuwait auf ihren Prozess.

Bereits am Freitag verurteilte ein Kriegsgericht im US-Versorgungslager bei Balad, 70 Kilometer nördlich von Bagdad, einen Oberstabsgefreiten der Basis wegen "intimer Beziehungen" mit Untergebenen zu vier Monaten Haft. Der Unteroffizier, der mit zwei Soldatinnen niedrigeren Dienstgrades sexuell verkehrt haben soll, wurde außerdem degradiert, gab das US-Militärkommando bekannt. Bei ihm seien große Mengen von Alkohol und pornografisches Material gefunden worden.

Parlamentarier kündigt im TV Gang in den bewaffneten Widerstand an

Der sunnitische Abgeordnete Abdul Nasser al-Janadi will sein Mandat niederlegen und sich dem bewaffneten Widerstand anschließen, wie er dem Fernsehsender Al-Jazeera sagte. Er sehe keine Alternative, da Amerikaner und Iraner das Land kontrollierten. Dem Geistlichen von der Partei Front Irakische Eintracht war bereits in der Vergangenheit vorgeworfen worden, Kontakte zu sunnitischen Aufständischen zu unterhalten. (APA/Reuters/AP/dpa)

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