Behörden warnten Nachtclubs

4. Juli 2007, 14:46
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Auch "Tiger Tiger" hatte Warnung erhalten - Tourismus-Industrie hofft auf weiterhin hohe Besucherzahlen

London - Nachtclubs in Großbritannien sind nach einem Bericht der Zeitung "The Times" einige Tage vor der Entdeckung der zwei Autobomben im Zentrum von London vor Terroranschlägen mit Fahrzeugen gewarnt worden. Ein mehr als 50 Seiten umfassendes Dokument, das Geschäftsleute auf die Gefahr von Autobomben hinweise, sei vor zwei Wochen von den Sicherheitskräften herausgegeben worden, berichtete die Zeitung am Samstag.

Vor einigen Tagen sei die Warnung unter anderem auch dem Club "Tiger Tiger" zugestellt worden, vor dem in der Nacht auf Freitag eines der beiden Autos mit Sprengsätzen aus Benzin- und Gaskanistern sowie Nägeln entdeckt worden war. Nach Angaben der "Times" hatte Scotland-Yard-Chef Ian Blair erst kürzlich erklärt, in Personen- und Lastwagen versteckte Bomben seien derzeit für Großbritannien "die größte Gefahr".

Trotz des Terroralarms in London hofft die Tourismusindustrie in der britischen Hauptstadt auf weiterhin hohe Besucherzahlen. Alle Erfahrungen zeigten, dass "Londons Fähigkeit, sich von solchen Vorfällen zu erholen, sehr stark ist", erklärte der Chef des Fremdenverkehrsvereins "Visit London", James Bidwell. Selbst nach den verheerenden Bombenanschlägen in der Londoner U-Bahn und einem Bus am 7. Juli 2005 mit mehr als 50 Toten habe es nur wenige Monate gedauert, bis die Besucherzahlen wieder das frühere hohe Niveau erreicht hätten. 2006 habe London sogar einen Rekordjahr mit einer Zunahme von Besuchern aus Übersee um mehr als neun Prozent erlebt. London-Reisende sollten sich allerdings darauf einstellen, auf Hinweise der Polizei und der Verkehrsbetriebe zu achten. (APA)

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