New York: Erinnerungsstücke der "Titanic" versteigert

5. Juli 2007, 10:11
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Aufzeichnungen einer Überlebenden des Unglücks erzielten knapp 17.000 Dollar

New York - Die Versteigerung von Schiffsbüchern, Telegrammen und Fotos der "Titanic" in New York hat die Erinnerung an das Schiffsunglück von 1912 wieder wach gerufen. Zu den eindruckvollsten Stücken bei der Auktion des Traditionshauses Christie's gehörten die Aufzeichnungen eines damals 16-jährigen Mädchens, das den Untergang des Luxusliners von einem Rettungsboot aus miterlebte, während der Vater in den Fluten starb.

Auf acht handbeschriebenen Seiten schilderte die junge Amerikanerin Laura May Cribb Christie's zufolge das Drama von dem Augenblick an, in dem das Schiff den Eisberg rammte, bis zur Explosion der Dampfkessel - gefolgt von dem "schrecklichen Schreien und Stöhnen der hilflosen und zum Tode verurteilten Passagiere, die auf dem Wrack des großen Schiffes zurückblieben". Der Bericht, kurz nach dem Unglück geschrieben, wurde am Donnerstag (Ortszeit) für knapp 17.000 Dollar versteigert. Insgesamt brachten die Erinnerungsstücke der "Titanic" fast 200.000 Dollar (rund 150.000 Euro).

Der damals größte Passagierdampfer der Welt war auf seiner Jungfernfahrt von England nach New York am 14. April 1912 gegen einen Eisberg geprallt und knapp drei Stunden später gesunken. Etwa 1.500 Menschen kamen ums Leben. Laura May Cribb war mit ihrem Vater als Passagier in der dritten Klasse unterwegs. Sie wurde gerettet, ihr Vater ertrank.(APA/dpa)

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