Präsident Talabani kritisiert arabische Staaten

2. Juli 2007, 10:34
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In Sachen Einsickern von Terroristen - Drusen-Führer für Hariri-Tribunal etwa in Genf oder Wien

Genf - Der irakische Präsident Jalal Talabani hat am Freitag auf dem Halbjahrestreffen der Sozialistischen Internationalen (SI) in Genf den "Vernichtungskrieg, den das Terrornetzwerk Al-Kaida gegen alle Segmente der Gesellschaft führt", beklagt. Der Irak sei das Opfer einer Invasion von Terroristen aus dem Maghreb, Libyen, Ägypten, dem Jemen, Saudi-Arabien, Jordanien und Syrien. Talabani kritisierte die Laxheit der arabischen Regierungen und bat um die Unterstützung sozialistisch und sozialdemokratisch regierter Staaten beim Kampf gegen den Terrorismus.

Drusen-Führer Walid Joumblatt aus dem Libanon forderte vor den Delegierten, das UNO-Tribunal zum Mord an Ex-Premier Rafik Hariri müsse an "einem sicheren Ort wie Genf oder Wien" beraten können. Im Libanon oder auch auf Zypern wären zu viele syrische Agenten, erklärte Joumblatt.

Das Treffen des Rats der SI war vom Generalsekretär Luis Ayala (Chile) eröffnet worden. SI-Präsident, der griechische Oppositionsführer Giorgos Papandreou, war wegen der verheerenden Brände bei Athen vorzeitig in seine Heimat zurückgekehrt.

Der Rat der Sozialistischen Internationalen, bei der 161 politische Parteien Mitglied sind, kommt alle sechs Monate zusammen. In Genf fand das Treffen zum letzten Mal 1998 statt. (APA/sda)

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