Gemischte Kommission identifizierte 259 Todesopfer des Kosovo-Kriegs

11. Juli 2007, 20:34
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Rotes Kreuz: Schicksal von gut 2.000 Vermissten noch ungeklärt

Pristina - Acht Jahre nach dem Ende des Kosovo-Kriegs hat eine Kommission aus Serben und Kosovo-Albanern zur Klärung von Todesfällen während des Konflikts eine Zwischenbilanz gezogen. Seit der Einsetzung der Kommission im März 2004 sei die Identität von 259 in dem Krieg umgekommenen Menschen geklärt worden, teilte am Freitag in Pristina das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) mit, das die Arbeit der Kommission unterstützt. Die sterblichen Überreste seien den Angehörigen übergeben worden.

Der Verbleib von 2.047 seit dem Krieg zwischen 1998 und 1999 vermissten Menschen, zumeist Kosovo-Albaner, müsse jedoch noch geklärt werden, sagte der IKRK-Leiter für Einsätze in Südosteuropa, Francois Stamm. Diese Aufgabe werde sich "sehr viel schwieriger" gestalten, da nur "sehr wenige genaue und vertrauenswürdige Informationen" verfügbar seien. Die Behörden in Belgrad und Pristina forderte Stamm auf, ihre Unterstützung der Aufklärungsversuche zu erneuern. (APA)

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