Neuer Fixpunkt für Frühstücker am Naschmarkt

18. Jänner 2008, 11:10
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Auf dem Naschmarkt sperren drei Lokale auf, weitere Gastro-Betriebe soll es nicht geben

Am Freitag lief das Lokal noch unter dem Titel "Probebetrieb". Laut Plan soll es am Montag aber richtig losgehen: Das Restaurant "Orient-Occident" sperrt auf dem Wiener Naschmarkt auf. 70 Gäste finden darin Platz, 20 davon im vorgelagerten Schanigarten.

Das Zielpublikum sind die Frühstücker: "Wir werden in jedem Fall frühstückslastig sein", erklärte Betreiber Akan Keskin, der auch Obmann der Markthändler in der Wiener Wirtschaftskammer ist. Die genaue Küche will man derzeit noch nicht verraten, sie sei aber mediterran angehaucht und nicht arabisch. "Schauen wir mal, was kommt - wir wissen es selbst noch nicht genau", sagt Keskin kryptisch. Erfahrung im Gastronomiebereich hat der Markthändler-Obmann. Er hatte bereits früher ein kleines Café auf dem Naschmarkt, das "Keskins Naschbräu", welches er aber im Vorjahr abgegeben hat.

Als Ko-Betreiber des "Orient-Occident" fungiert übrigens der Besitzer des gegenüberliegenden In-Lokals Do-An. Ein In-Treff soll das "Orient-Occident nicht unbedingt werden: Man verstehe sich primär als Café-Restaurant, nicht unbedingt als Szenetreffpunkt, sagt Keskin.

Ökologisch produzierte Speisen

An dem neuen Betrieb wird bereits seit Ende März gearbeitet. Er flankiert gemeinsam mit einem zweiten Neubau das bekannte Naschmarkt-Deli. In dem zweiten neuen Pavillon will ab Anfang August der Inhaber der Bio-Welt, Eliya Kaikov, ökologisch produzierte Speisen servieren. Sein Lokal wird dabei den hebräischen Namen "Teva" tragen. Etwas irreführend vielleicht: Denn es werde keine jüdische, sondern eine mediterran angehauchte Küche geben, erklärt Lokalbesitzer Kaikov.

Die Zutaten für seine Küche liefert der Bio-Händler selbst. Nur im Notfall will er auf konventionelle Produkte zurückgreifen. Mit seinem Lokal bezieht Kaikov allerdings nur einen Teil des Pavillons an der Linken Wienzeile. Er wird sich den Stand mit einem weiteren Gastronomen teilen, dessen Küchenkonzept jedoch noch nicht fixiert sein dürfte.

Dass in nächster Zeit weitere Lokale auf dem Naschmarkt aufsperren, ist nicht vorgesehen. Mit den drei neuen Betrieben ist der erlaubte Gastro-Anteil von einem Drittel auf dem Markt erreicht. Marktamtsleiter Gottfried Beutl: "Mehr Gastronomie würde dem Naschmarkt sicher nicht gut tun." (APA, pm/DER STANDARD-Printausgabe, 30.6./1.7.2007)

  • Am Freitag wurde noch geprobt, damit dann im Normalbetrieb alles perfekt klappt: Das neue Lokal "Orient-Occident" auf dem Naschmarkt.
    foto: christian fischer

    Am Freitag wurde noch geprobt, damit dann im Normalbetrieb alles perfekt klappt: Das neue Lokal "Orient-Occident" auf dem Naschmarkt.

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