Bärin Jurka hält zu wenig Abstand

6. Juli 2007, 18:31
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Muttertier streifte wiederholt durch besiedeltes Gebiet und riss Nutztiere - nun wird sie umgesiedelt

Rom - Braunbärenmutter Jurka wird umgesiedelt: Das neunjährige Weibchen, das immer wieder Schafe und Hühner reißt und sich in von Menschen bewohnten Gegenden aufhält, wurde von Trentiner Förstern in den Wäldern der Gemeinde Terres gestellt. Vor drei Monaten hatte die Provinz Trient bei dem Umweltministerium in Rom einen Antrag eingereicht, um die Bärenmutter zu "delogieren".

Jurka wurde mit einer Narkosespritze betäubt, die mit einem Gewehr aus einer Entfernung von 15 Metern geschossen wurde. Die 130 Kilo schwere Bärin wurde in ein Gehege eingesperrt und befindet sich in gutem Zustand. Nach Angaben des italienischen Umweltministeriums könnte Jurka in ein Gebiet gebracht werden, wo sie weniger Schäden anrichten soll.

Im Jänner wurde Jurka plötzlich mit ihren drei Jungen auf den Skipisten von Madonna di Campiglio gesehen und von hunderten Touristen fotografiert. In 36 Fällen wurden sie in bewohnten Ortschaften gesichtet. In einem Fall konnte sie sogar die Tür eines Hauses eindrücken. Jurka wurde mit einem Peilsender versehen, um sie davon abzuhalten, zu nahe in besiedelte Gebiete vorzudringen. Da man sie trotz dieser Maßnahme von ihren Streifzügen nicht abhalten konnte, entschloss man sich, Jurka einzufangen. (APA)

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