Zwei vermisste Schüler aus OÖ wieder aufgetaucht

2. Juli 2007, 15:58
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Anruf von 14-Jähriger war inszeniert - Mädchen schlief in Parks - Zwölfjähriger war bei Freunden

Linz - In der Nacht auf Sonntag ist es den Ermittlern gelungen, die 14-Jährige aufzugreifen. Sie hatte sich in Parks und in der Innenstadt aufgehalten. Ihr Verschwinden und den dramatischen Anruf daheim hatte sie mit Hilfe von Freunden inszeniert. Die familiäre Situation war aus ihrer Sicht "unerträglich" gewesen.

Deshalb war sie von zu Hause ausgerissen und wollte unter keinen Umständen dorthin zurückkehren. Nachdem die Polizei dies aufgedeckt hatte, konnte sie die Schülerin finden und überreden, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Mit Einverständnis des Vaters wurde sie in einer Notschlafstelle untergebracht.

Anruf

Die 14-Jährige war am Donnerstag von der Schule nicht heimgekommen. Am Abend ging ein Anruf von einem anonymen Telefonanschluss bei ihrer Familie ein, in dem sie "Mama, Mama" rief, dann brach die Verbindung ab. Deshalb war eine Entführung nicht auszuschließen, zumal die Familie erklärte, das Mädchen sei nie unerlaubt weggeblieben und schon gar nicht über Nacht.

Die Vermutung, sie könnte sich bei ihrem 17-jährigen Freund aufhalten, den sie seit einigen Wochen kennt, erwies sich als falsch. Nachdem ihn die Polizei ausfindig gemacht hatte, konnte er glaubhaft versichern, dass die Schülerin nicht bei ihm sei. Die Polizei ermittelte weiter im Umfeld der Verschwundenen.

Angst vor Strafe

Der Zwölfjährige, der seit Freitagmittag abgängig war, ist in der Nacht auf Sonntag wieder heimgekehrt. Er hatte sich mit Freunden herumgetrieben und in einem Zelt ganz in der Nähe seiner Familie übernachtet. Als Motiv für das Ausreißen gab er an, er sei in der Schule beim Rauchen erwischt worden und habe Angst vor Strafe gehabt. (APA)

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