Ungarns Wettbewerbshüter warnt vor möglicher OMV/MOL-Fusion

25. Juli 2007, 13:54
posten

"Unzulässige Marktkonzentration in Ungarn und gesamter Region" - Medien: "BA-CA hält 5,94 Prozent an MOL"

Budapest/Wien - Eine mögliche Übernahme des ungarischen Öl- und Gaskonzerns MOL durch den österreichischen Konkurrenten OMV könnte die Marktkonzentration in Ungarn und der gesamten Region auf ein unzulässiges Niveau erhöhen, warnt der Leiter der Industrieabteilung in der ungarischen Wettbewerbsbehörde (GVH), Barna Szeman.

Man habe zwar noch nicht begonnen, die Angelegenheit zu prüfen, aber sein erster Eindruck sei, dass eine Fusion von MOL und OMV gegen die Wettbewerbsregeln verstoßen könnte, sagte Szeman der Wirtschaftszeitung "Napi Gazdasag" (Freitagausgabe). Außer der ungarischen GVH würde natürlich auch die EU-Wettbewerbsbehörde einen solchen Zusammenschluss unter die Lupe nehmen, sagte Szeman.

Beteiligung erhöht

Die OMV hatte am Montag bekannt gegeben, dass sie weitere 8,6 Prozent an der MOL erworben und ihre Beteiligung damit auf 18,6 Prozent erhöht habe. Am Dienstag soll die Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) laut ungarischen Medienberichten 5,94 Prozent der MOL-Aktien aus dem Streubesitz erworben haben. Die österreichische UniCredit-Tochter habe bestätigt, das Aktienpaket bis Ende dieser Woche an den eigentlichen Käufer zu transferieren, schreibt die Tageszeitung "Nepszava".

Ungarische Analysten vermuten laut Nachrichtenagentur MTI, dass die BA-CA im Auftrag der OMV gehandelt haben könnte, was die OMV jedoch entschieden dementiert. Bei der BA-CA in Wien verweist man auf das Bankgeheimnis. (APA)

Share if you care.