Eggenberg mit deutlichem Umsatzplus

23. Juli 2007, 15:14
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Das hochsommerliche Wetter in den letzten Monaten hat den Umsatz der Brauerei angekurbelt

Linz - Das hochsommerliche Wetter in den letzten Monaten hat den Umsatz der oberösterreichischen Brauerei Schloss Eggenberg mit Sitz in Vorchdorf (Bezirk Gmunden) angekurbelt. Konkret stiegen die Erlöse in den ersten sechs Monaten 2007 um drei Prozent. Das gaben Eigentümer Karl Stöhr und Geschäftsführer Herbert Blechinger in einer Pressekonferenz am Freitag in Linz bekannt.

"Jetzt hoffen wir auf das zweite Halbjahr, es schaut recht gut aus", meinte Stöhr. Im Vorjahr habe der Umsatz um 0,7 Prozent auf 15,2 Mio. Euro zugelegt, der Ausstoß habe sich im selben Ausmaß auf 164.000 Hektoliter erhöht. Der Cash Flow sei mit 17,5 Prozent in etwa gleich geblieben.

Investitionsprogramm

Ein 2,7 Mio. Euro schweres Investitionsprogramm habe die Brauerei im Vorjahr abschließen können, berichtete Blechinger. Neben einem neuen Gär-, Lager- und Hefekeller sei eine neue Verpackungslinie mit einer Leistung von 24.000 Flaschen pro Stunde errichtet worden. "Unser Cash Flow wird zur Gänze reinvestiert", so der Eggenberg-Chef. Heuer würden rund zwei Mio. Euro in ein neues Verkostungszentrum sowie in Einrichtungen für die Teilnahme an der Landesausstellung 2008, die im Salzkammergut stattfindet, fließen, kündigte Stöhr an.

Insgesamt sei der Bierabsatz der heimischen Brauereien 2006 um 0,2 Prozent gewachsen, samt Exporten habe der Ausstoß um 0,4 Prozent zugelegt. "Wir liegen also klar über dem Schnitt", freute sich Blechinger. Heuer habe das sommerliche Wetter vor allem bei Radler für eine kräftige Absatzsteigerung von rund 35 Prozent gesorgt. Auch das im letzten Jahr eingeführte Biermischgetränk "Tiki" verkaufe sich gut. Das kräftige Wachstum im ersten Halbjahr habe schon zu einem Engpass bei Flaschen geführt. "Die Glashütten sind ausverkauft, der komplette europäische Markt ist leer", klagte Stöhr.

Keine Preiserhöhung

Den Bierpreis werde man 2007 trotz explodierter Energie- und Rohstoffkosten nicht weiter erhöhen, versicherte Blechinger: "Das würde sich am Markt nicht unterbringen lassen." Für das nächste Jahr könne man eine Verteuerung aber nicht ausschließen. Im heurigen Frühjahr hatte Eggenberg die Preise im Handel um rund 1,7 Prozent und in der Gastronomie um 3,5 bis 3,8 Prozent angehoben.

Die Brauerei Eggenberg hat aktuell 95 Beschäftigte, um fünf mehr als noch vor einem Jahr. "Wir würden weitere fünf Mitarbeiter brauchen, die sind aber auf Grund der herrschenden Vollbeschäftigung derzeit nicht zu bekommen", schilderte Stöhr. 60 Prozent ihres Absatzes liefert die Brauerei an die Gastronomie, 40 Prozent an den Handel. Rund 10.000 Hektoliter gehen laut Stöhr ins Ausland. Da es sich dabei vorwiegend um teurere Spezialbiere handle, sei der Umsatzanteil deutlich höher und wachse jährlich um zehn bis 30 Prozent. Eggenberger Bier wird derzeit in rund 35 Länder geliefert, Hauptexportmärkte sind Italien und die USA. (APA)

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