FCG will Ersparnisse für Kinderbetreuung einsetzen

1. Juli 2007, 17:39
1 Posting

Christgewerkschafterin Gubitzer: Österreich habe hier "ein echtes Defizit"

Wien - Die Ersparnisse durch die die Eurofighter-Stückzahlreduzierung wecken auch Begehrlichkeiten auf ÖVP-naher Seite. So fordert die Frauenvorsitzende der Christgewerkschafter (FCG), Christine Gubitzer, die kolportierten 370 Millionen Euro für Familienleistungen und Kinderbetreuung zu verwenden. Denn letztere sei im Budget "eindeutig" zu kurz gekommen, im europäischen Vergleich habe Österreich hier "ein echtes Defizit", so die Begründung in einer Aussendung am Freitag.

Gubitzer: Wenigstens Kinderbetreuung sollte erstklassig sein

Wie von ÖVP-Obmann Vizekanzler Wilhelm Molterer wird allerdings auch von Gubitzer der SPÖ-Vorschlag "nicht goutiert", das Geld für Bildung einzusetzen. Die Bildungsfinanzierung stehe bis 2010 "im Großen und Ganzen", dahingegen könne mit dem Geld etwa die Förderung für betriebliche Kinderbetreuung "finanziert und rasch umgesetzt werden". Wenn es sich das Land schon leiste, "in der Luftraumüberwachung zweitklassig zu sein", sollte wenigstens die Kinderbetreuung erstklassig sein, meinte Gubitzer.

Molterer hatte schon am Donnerstag angekündigt, die aus der Stückzahlreduzierung resultierenden zusätzlichen Einnahmen für die Defizit- und Schuldensenkung verwenden zu wollen. Er erteilte damit der SPÖ eine Abfuhr, die davon sprach, die Ersparnisse in Bildungssektor fließen zu lassen. (APA)

Share if you care.