Onlinewerbung unbeirrt auf Wachstumskurs

6. Juli 2007, 15:08
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Begeisterung über Web 2.0 eher verhalten

Der Onlinewerbung stehen auch in den kommenden Jahren rosige Zeiten bevor. Glaubt man den Prognosen der Branchenexperten, so wird der Bereich weiterhin ordentlich zulegen. Allein im nächsten Quartal sollen die Budgets für Onlinewerbung in Deutschland um etwa 19 Prozent steigen, wie aus dem aktuellen Werbeindex der Zeitschrift W&V (Werben & Verkaufen) hervorgeht. 41 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass der Wachstumstrend auch die kommenden fünf Jahre anhalten wird. Knapp 30 Prozent glauben gar, dass der Aufschwung für weitere zehn Jahre andauert.

Die Masse hält ein weiteres Wachstum von mindestens fünf Jahren für wahrscheinlich

"Nur ganz wenige sind anderer Meinung, der Anteil ist verschwindend klein. Die Masse hält ein weiteres Wachstum von mindestens fünf Jahren für wahrscheinlich. Ich glaube, wie auch ein Drittel der Befragten, der Trend hält noch wesentlich länger", so Joachim Scholz, vom Kompetenzcenter Marktforschung bei W&V, im Gespräch mit pressetext. Nur zwei Prozent gehen davon aus, dass die Zuwächse der Onlinewerbung nach den nächsten zwei Jahren abflauen werden.

So überzeugt sich die Branche vom Erfolg der Internetwerbung zeigt, so unsicher sind viele im Umgang mit dem strapazierten Begriff Web 2.0. In diesem Bereich hält sich die Begeisterung der Befragten in Grenzen. Fast 90 Prozent sind der Meinung, dass sich Web 2.0 zwar etablieren, aber auch nur als zusätzliches Marketinginstrument neben anderen fungieren wird. Nur jeder Zehnte glaubt, dass die neue Internetgeneration die Marketingwelt in ihren Grundfesten verändern wird. Auch virtuelle Welten wie Second Life werden eher skeptisch betrachtet.

Web 2.0

"Ich glaube, der Begriff Web 2.0 ist in seiner Bedeutung so unklar, dass er bei vielen eher Unsicherheit als Euphorie schafft", sagt Scholz gegenüber pressetext. Außerdem würden zwar viele Anwendungen passiv, nicht aber aktiv genutzt. Und so finden auch 90 Prozent den Hype um Second Life überzogen und nur 24 Prozent sehen darin eine spannende Marketingplattform. 40 Prozent der Befragten sagen aber immerhin, dass sich ihr Unternehmen intensiv mit dieser virtuellen Welt auseinandersetzt.(pte)

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