"Sicko": Neuer Michael Moore-Film trotz Tauschbörsen ein Blockbuster

11. Jänner 2008, 18:09
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DVD-Rip der Dokumentation über das US-Gesundheitssystem war bereits vorab in P2P-Netzen erhältlich - Regisseur hat kein Problem damit

Die übliche Argumentationslinie der Filmindustrie geht ungefähr so: Tauschbörsen bringen das eigene Geschäft um, weil KonsumentInnen, die sich einen Film herunterladen anschließend nicht mehr ins Kino gehen. Mit Zahlen belegen lässt sich sowas natürlich nur begrenzt, immerhin ist es nicht so einfach die wahren Motive der zu Hause Gebliebenen zu erfragen.

Kopie

Natürlich gibt es auch gegensätzliche Meinungen zu dieser Thematik, so etwa die des US-Regisseurs Michael Moore. Dieser hat schon mehrmals herausgestrichen, dass er keinerlei Probleme mit Raubkopien seiner Filme hat, so lange niemand daraus Profit schlägt. Eine Einstellung, die er auch beibehielt, als vor kurzem sein neuer Film "Sicko" vorab in Tauschbörsen veröffentlicht wurde - dies dazu noch in DVD-Qualität.

Verluste?

Sonderliche Angst um eine bevorstehende Verarmung muss sich Moore aber offenbar ohnehin nicht machen: Die laut Diktum der Filmindustrie zu erwartenden massiven Verluste an der Kinokasse dürften ausbleiben, wie nun CNET berichtet.

Blockbuster

Bei einem Pre-Screening am vergangenen Wochenende war "Sicko" in allen 43 Kinos ausverkauft, auch der normale Kinostart dürfte nun äußerst gut laufen, fixe Zahlen darüber wird es aber erst in einigen Tagen geben. Eins scheint aber jetzt schon sicher: Der Wirbel rund um die Vorabveröffentlichung des Films dürfte sich also zumindest in diesem Fall zur positiven Publicity entwickelt haben. (red)

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