Lanxess verkauft Lustran

23. Juli 2007, 15:14
posten

Der deutsche Chemiekonzern verkauft sein renditeschwaches Kunststoffgeschäft an die britische Ineos

Frankfurt - Der deutsche Chemiekonzern Lanxess verkauft sein renditeschwaches Kunststoffgeschäft Lustran Polymers in zwei Schritten an den britischen Chemieriesen Ineos. Lanxess bringt Lustran zunächst in ein Gemeinschaftsunternehmen mit Ineos ein und behält für zwei Jahre einen Minderheitsanteil von 49 Prozent, wie der Konzern am Freitag mitteilte. Voraussichtlich Ende September 2009 will sich Lanxess vollständig aus dem Geschäft zurückziehen. Den Erlös für Lustran erhält das Leverkusener Unternehmen ebenfalls in zwei Schritten.

Einen ersten Betrag von 35 Mio. Euro erhält Lanxess Ende September, wenn das Gemeinschaftsunternehmen an den Start geht. Zwei Jahre danach, beim endgültigen Ausstieg, soll eine zweite Tranche eingehen, die an den wirtschaftlichen Erfolg des Joint Ventures gekoppelt ist. Mit der Transaktion gehen zudem die Pensionsverpflichtungen von rund 30 Mio. Euro auf das Gemeinschaftsunternehmen über. Das Geschäft muss noch von den Wettbewerbsbehörden abgesegnet werden.

Anleger reagierten positiv auf die Nachricht und schickten die Lanxess-Aktie zeitweilig rund drei Prozent in Plus.

Lustran setzte 2006 mit rund 1.600 Mitarbeitern knapp 900 Mio. Euro um und erzielte einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereinflüssen von 16 Mio. Euro. Mit einer operativen Umsatzrendite von nur 1,8 Prozent war es im vergangenen Jahr eines der Geschäfte von Lanxess, deren Rendite unter fünf Prozent lag. Das ist die Schwelle, die der Konzern spätestens 2009 in keiner Sparte mehr unterschreiten will. (APA/Reuters)

Share if you care.