Gusenbauer vs. Pröll: "Abstoßender Stil"

10. Juli 2007, 08:47
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Zusammenarbeit mit ÖVP könnte besser gehen - "Gipfeltreffen" oder "Routinesitzung" im Kanzleramt

Wien - Bundeskanzler Alfred Gusenbauer hat die Kritik von Landeshauptmann Erwin Pröll als "abstoßend" zurückgewiesen. Pröll hatte am Mittwoch bei der Eröffnung der Wieselburger Messe wörtlich gesagt, "wir lassen uns von der SPÖ nicht am Gängelband führen, provozieren und blockieren". Gusenbauer dazu am Donnerstag in der "Zeit im Bild": "Von einem Landeshauptmann erwartet man ein anderes Auftreten."

Die Entscheidung von Verteidigungsminister Norbert Darabos in Sachen Eurofighter bezeichnete der Kanzler als "reinigendes Gewitter". Er räumte ein, dass die Zusammenarbeit innerhalb der Koalition besser gehen könnte.

Laut "Kurier" (Freitag-Ausgabe) gab es Donnerstagnachmittag eine "Gipfeltreffen" im Bundeskanzleramt, "um den Koalitionskarren flott zu kriegen". Der Sprecher des Bundeskanzlers, Stefan Pöttler, erklärte dazu in einer Aussendung, das Treffen zwischen Kanzler und Vizekanzler Wilhelm Molterer sowie den Regierungskoordinatoren Werner Feymann und Josef Pröll sei eine "Routinesitzung" gewesen. "Mit der heutigen Sitzung vergleichbare Termine gibt es beinahe wöchentlich - Koordinationssitzungen bilden die Basis unserer Arbeit", so Pöttler. Über Inhalt und Resultat werde wie bei allen derartigen Sitzungen nicht öffentlich berichtet. (APA)

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