Das neue Schalten

5. Juli 2007, 19:22
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Jede Schaltung hat ihre Vor- und Nachteile

Im Wesentlichen lassen sich die derzeit erhältlichen Getriebetypen in fünf Gruppen teilen. Das Handschaltgetriebe hat den großen Vorteil eines relativ einfachen Aufbaus, eines geringen Gewichts und eines sehr guten mechanischen Wirkungsgrades.

Allerdings kann der Fahrer durch falsche Wahl der Schaltpunkte den Verbrauchsvorteil wieder zum Verschwinden bringen. Auf jeden Fall ist es mit Abstand das billigste System. Mehr als sechs Gangstufen lassen sich hier aber nicht realisieren, weil sonst eine vierte Schaltebene dazu käme, und das wäre in der Bedienung ziemlich verwirrend.

Stufenlos voran

Automatisierte Schaltgetriebe finden zusehends Verbreitung. Sie vereinen den guten Wirkungsgrad des Handschalters mit automatischem, mitunter verbrauchsoptimiertem Gangwechsel. Dabei wird die Dauer der Zugkraftunterbrechung mit fortschreitender Reife der Systeme immer kürzer.

Die stufenlosen CVT-Getriebe sind sehr teuer und leben im ständigen Überlebenskampf gegen die bewährte Wandlerautomatik und in jüngster Zeit auch noch gegen das Doppelkupplungsgetriebe. Sie könnten aber in Kombination mit Hybridsystemen wieder Rückenwind bekommen.

Ausgereifter Wandler

Die herkömmliche Wandlerautomatik hat zwar einen schlechteren Wirkungsgrad als andere Getriebesysteme und ist schwerer. Dafür ist die Technologie schon sehr ausgereift, und durch immer ausgefeiltere elektronische Steuerung und neue Möglichkeiten bei der Wandlerüberbrückung bleibt sie attraktiv.

Interessant wird die folgende zweite Generation des Doppelkupplungsgetriebes (VW). Durch trocken anstatt im Ölbad laufende Kupplungen soll der Wirkungsgrad deutlich besser werden. Ziel: Der Schaltkomfort einer Wandlerautomatik soll mit dem Verbrauch eines Handschaltgetriebes kombiniert werden. (rs, AUTOMOBIL, 29.6.2007)

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Rudolf Skarics

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