NÖ Kulturwirtschaft: Positive Bilanz 2006

4. Juli 2007, 19:36
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Tätigkeitsbericht: Besucherzahlen stiegen um über 40 Prozent

St. Pölten - Im Sinne einer "bewusst gesetzten Konsolidierungsphase" zieht die Geschäftsführung der NÖ Kulturwirtschaft in ihrem Tätigkeitsbericht 2006 positive Bilanz. Das "konsequenteste Ausgliederungsmodell einer Kulturmanagementstruktur im deutschen Sprachraum" habe sich bewährt und garantiere für alle Beteiligten Planungssicherheit ohne Einschränkung künstlerischer Freiheit, so Paul Gessl und Johannes Kern.

Die NÖ Kulturwirtschaft umfasst die Kulturbetriebe in Grafenegg (Musik-Festival), Krems (Kunstmeile, Filmgalerie) und Carnuntum, die NÖ Festival GmbH (Donaufestival, Glatt & Verkehrt, Klangraum Krems-Minoritenkirche), die NÖ Kulturszene (Festspielhaus und Bühne im Hof St. Pölten), das Landestheater NÖ, das Tonkünstler Orchester NÖ, die NÖ Museum Betriebs GmbH (Artothek, Klangturm, Kunstraum, NÖ Landesmuseum) und die Schallaburg Kulturbetriebs GmbH, die auch für die NÖ Landesausstellung zuständig ist.

An speziellen Tätigkeitsbereichen des Jahres 2006 führte die Geschäftsführung in dem Bericht die Integration der Schallaburg Kulturbetriebs GmbH, die Bauarbeiten für die Projekte Forum Frohner, Forum Krenek und Fotomuseum Stein sowie für die kürzlich eröffnete Wolkenturm-Bühne und die Neue Reitschule in Grafenegg, die Eröffnung der Ausstellungshalle der Österreichischen Filmgalerie und die Verankerung eines zentralen Ticketing-Systems an. Als "strategische Schwerpunkte" für die Zukunft wurden "stärkere Gewichtung und Professionalisierung der Kunst- und Kulturvermittlung" genannt.

Der Jahresfehlbetrag konnte mit 158.490,62 Euro auf ein Zehntel des vorjährigen Verlustes reduziert werden. Die Umsatzerlöse stiegen gegenüber 2005 um 35,72 Prozent auf 7.747.507,85 Euro, die Betriebsleistung wurde um 30, 48 Prozent auf 41.607.036,54 Euro gesteigert. Im selben Zeitraum vermehrten sich die Beiträge der öffentlichen Hand um 28,85 Prozent auf 32.361.847,17 Euro.

29 Prozent der Aufwendungen fließen künstlerischen Projekten zu, 27 Prozent allgemeinen Personalkosten, 19 Prozent künstlerischen Personalkosten, 18 Prozent innerbetrieblicher Infrastruktur und sieben Prozent der Öffentlichkeitsarbeit. Die Erlöse stammen zu 59 Prozent aus Subventionen des Landes NÖ, zu elf Prozent aus dem Kartenverkauf. Die Auslastung der Veranstaltungsbetriebe liegt bei 75 Prozent, der Eigendeckungsgrad bei 16 Prozent, jener der Ausstellungsbetriebe bei 30 Prozent. Die Gesamtbesucherzahl stieg um 41,06 Prozent auf 727.403. (APA)

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