Dinkhauser will eigene Wahlbewegung

2. Juli 2007, 11:11
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Tirols schwarzer AK-Präsident stellt sich bei Landtagswahlen 2008 "an die Spitze einer Wahlbewegung"

Innsbruck – Tirols schwarzer AK-Präsident Fritz Dinkhauser will sich bei den Landtagswahlen 2008 „an die Spitze einer Wahlbewegung“ stellen. Es müsse ein Ruck durch das Land gehen, meint Dinkhauser, der dem AAB angehört. Tirol hinke beim Einkommen hinterher. Das Transitproblem sei nicht gelöst. „Der Tunnelblick muss weg“, sagt er. Namen, die mit auf seine Liste sollen, wollte er vorerst nicht nennen. Sehr wohl ein strategisches Ziel: „Das Bürgerliche Lager muss erhalten bleiben.“

Eine geplante Koppelung seiner Liste mit der ÖVP unter Landeshauptmann Herwig van Staa wollte er nicht bestätigen: „Das hat mit der Volkspartei gar nichts zu tun. Bürgerliche gibt es ja auch genug bei den Sozialdemokraten.“ Diese beugen vor: Dinkhauser wolle mit den „groß kolportierten Absichten nur von AK-internen Turbulenzen ablenken“. Gemeint ist die fristlose Entlassung von Kammeramtsdirektor Martin Hirner.

Kritik an van Staa

Zu van Staa meint Dinkhauser: „Ich hab ihm schon gesagt: Ich schätze deinen Einsatz, aber dir fehlt der Zugang zu den Menschen“. Der Landeshauptmann will die Ankündigung des AK-Chefs nicht näher kommentieren: „Es steht jedem frei, zu kandidieren“. Bauernbund-Obmann und Agrarlandesrat Anton Steixner sieht das ganze „unaufgeregt“: „Wenn Dinkhauser fischt, dann nicht nur bei der Volkspartei. Verlieren würden alle“, meint er. Tirols AAB-Chef Innenminister Günther Platter fordert hingegen alle VP-Funktionäre auf „an einem Strang zu ziehen“.

"Das hab nicht ich zu verantworten"

Dinkhauser will „nicht ausschließen“, dass die ÖVP die nur noch knappe absolute Mehrheit an Mandaten bei der Landtagswahl verlieren könnte. „Und danach der Steixner auf dem Sessel vom van Staa sitzt“. Aber: „Das hab nicht ich zu verantworten“. (bs, DER STANDARD, Printausgabe 29.6.2007)

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